Kontrollierter Verkauf der Droge München-FDP fordert Legalisierung von Cannabis

Andreas Keck, Vorsitzender der München-FDP fordert die Legalisierung von Cannabis. Foto: dpa/Bernhard Lehn

Der Chef der Freien Demokraten im Stadtrat, Andreas Keck, hat sich für eine kontrollierte Legalisierung von Cannabisprodukten ausgesprochen. Mündige Bürger sollen "selbstbestimmt mit Cannabis umgehen dürfen".

München – Durch den Gesetzesentwurf der Bundes-Grünen hat die Legalisierungsdebatte erneut Fahrt aufgenommen. Seit Ende letzten Jahres spricht auch die FDP in Bayern sich für die Legalisierung von Haschisch und Marihuana aus. Der Chef der Münchner Freien Demokraten, Andreas Keck, hat nun noch einmal betont, warum die FDP eine kontrollierte Freigabe von Cannbisprodukten befürwortet.

"Damit wollen wir vier wesentliche Ziele befördern. Erstens der Drogenkriminalität eine wesentliche Geschäftsgrundlage entziehen, zweitens gezielt Suchtprävention und -hilfe betrieben, drittens Polizei und Justiz zu entlasten und viertens mündigen Bürgern Ihre Freiheit lassen.", so Keck. Durch den kontrollierten Handel mit Cannabis minimiere man zusätzlich das Gesundheitsrisiko für Konsumenten weil keine gestreckten Drogen mehr verkauft würden.

Der Chef der Münchner Liberalen weiter: "Das bisherige Konzept der Null-Toleranz gegenüber weichen Drogen ist gescheitert, deshalb sind intelligentere Strategien gefordert. Internationale Beispiele wie die Legalisierung von Cannabis in Colorado oder Washington zeigen, dass dieser Ansatz funktioniert."

Dass mit der Legalisierung der Konsum der Droge gefördert werden könnte, befürchtet er nicht. Die FDP sei sich der potentiellen Gesundheitsgefahr durch Drogen bewusst, wolle aber "mündigen Bürgern einen verantwortlichen und selbstbestimmten Umgang mit Cannabis erlauben und sie nicht ohne Not kriminalisieren."

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