Robert Lewandowski zum FC Bayern? Eine Ente - noch. Die AZ beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Zukunft des Dortmund-Stürmers.

München - Plötzlich ging alles ganz schnell, die Meldung verbreitete sich im Internet, speziell bei Twitter, wie ein Lauffeuer. "Robert Lewandowski ist sich mit Bayern einig", meldeten die einen, "Robert Lewandowski hat bei Bayern unterschrieben" die anderen.

Später erst stellte sich heraus: Ein Blogger hatte mit einem ironisch gemeinten Tweet die Welle der Spekulationen mit losgetreten. Und dennoch ist es eine Ente.

 

Die Wahrheit ist: Lewandowski ist sich weder mit Bayern einig – noch hat er bereits einen Vertrag unterschrieben.

Klar, diese Personalie ist in München hochspannend – und das schon längere Zeit. Ex-Manager Christian Nerlinger hatte sich sogar mal mit Lewandowskis Beratern getroffen.

Dass Nerlinger mittlerweile weg ist? Spielt eine unwesentliche Rolle. Denn schon damals waren es besonders die Vereinsoberen, die von Lewandowski angetan waren. Man hat ihn auf dem Zettel, was nicht ungewöhnlich ist angesichts seiner mittlerweile zweiten Wahnsinnssaison. Mehr aber auch nicht!

Die AZ beantwortet rund um die Lewandowski-Hysterie die wichtigsten Fragen.

Ist Bayern überhaupt eine Option für ihn?

Ja. Der Pole will dauerhaft um den Gewinn der Champions League spielen. Bayern ist für ihn ein Verein, mit dem man sich beschäftigen müsse, wenn denn ein Angebot auf dem Tisch liege. Aktuell gibt es nichts Handfestes. Der Vertrag des Polen beim BVB läuft bis 2014.

Wird er beim BVB verlängern?

Die Wahrscheinlichkeit geht gen Null. In Dortmund wissen sie das ebenso wie in München oder England. Was passieren kann: Dass er kommende Saison noch eine Saison beim BVB spielt und dann erst 2014 ablösefrei geht (zu den Bayern?). Ist aber unwahrscheinlich, weil Dortmund dann diesen Sommer auf eine hohe Ablöse verzichten müsste.

Wann fällt eine Entscheidung über seine Zukunft?

Sicher nicht in absehbarer Zeit, eher sogar erst nach der Saison. Lewandowski ist genervt von den Spekulationen.

Könnten ihn seine Landsmänner Jakub Blaszczykowski und Lukasz Piszczek zum Verbleib bewegen?

Nein. Im Gegenteil. Kuba und Lewi, wie ihn Mitspieler nennen, sind sich spinnefeind.