Ostern steht vor der Tür – und damit endlich wieder eine Gelegenheit, sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Ein paar Tage zu entspannen und neue Energie zu tanken, Körper, Geist und Seele wieder zu Kräften kommen lassen und den Organismus in Schwung zu bringen.
Die Thermen am Fuß der bayerischen Alpen halten dafür einen ganz besonderen Naturstoff parat: das Salz des Urmeeres. Etwas über eine Stunde von München entfernt kann man in Wellnesstempeln wie der Rupertus Therme Bad Reichenhall in einem Salzbad sanft dem Stress entschweben oder in einem Soledampfbad abschalten und regenerieren. Oder sich mit verschiedenen Wohlfühl- und Beauty-Behandlungen, bei denen das weiße Gold eingesetzt wird, von Kopf bis Fuß verwöhnen zu lassen.
Seit über 250 Millionen Jahren ruht das Salz des Urmeeres eingeschlossen von mächtigen Gesteinsschichten im Inneren der Alpen. Seine wertvollen Mineralien werden mit dem Quellwasser herausgelöst und fließen als natürliche Sole in die Thermenbecken, wo die Wirkstoffe der Gesundheit, der Schönheit und dem Wohlbefinden nutzbar gemacht werden.
Beispielsweise in einem Solebad. Total relaxen und sich einfach treiben zu lassen – das fällt darin aufgrund des hohen Salzgehalts nicht schwer. Auch die angenehme Temperatur – etwa 37 Grad – trägt dazu bei, dass man hervorragend abschalten und alle Pflichten, Sorgen und Termine hinter sich lassen kann. Je höher der Salzanteil im Wasser, desto mehr Auftrieb hat der Körper – und umso größer ist der Entspannungseffekt. Indem das Salzbad Stress abbaut, hilft es zugleich, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Darüber hinaus entspannt sich die Muskulatur und der Bewegungsapparat wird gelockert.
Da das Solebad den Kreislauf in Schwung bringt, wird auch die Körperhülle besser durchblutet und die Nährstoffe können tief in das darunter liegende Gewebe eindringen. So wird die Haut gereinigt und sieht hinterher schön glatt und straff aus. Außerdem werden die natürlichen Abwehrkräfte der Haut gestärkt, Psoriasis, Neurodermitis und andere Krankheiten gelindert.
Eine echte Wohltat ist die Behandlung mit Laist. Dieser Schlick entsteht beim Abbau von Salz, ist hochmineralisch und enthält alle Inhaltsstoffe der Sole. Er wird dünn auf die Haut aufgetragen und muss unter einer wärmenden Decke etwa 20 Minuten lang einwirken. Der osmotische Reiz, der beim Trocknen des Laists entsteht, regt die Durchblutung an. So wird der Stoffwechsel der Haut gefördert, Widerstandskraft und Elastizität nehmen zu.
Eine streichelzarte Körperhülle ist das Ergebnis eines Salzpeelings. Die Rubbelkur entfernt abgestorbene Schüppchen, reinigt und stimuliert, fördert die Regenerierung der Zellen und macht die Haut aufnahmebereit für die nachfolgenden Pflegestoffe.
Wunderbar entspannen kann man sich auch im Sole-Dampfbad. Bei maximal 50Grad werden in regelmäßigen Abständen zerstäubte Salze und ätherische Öle freigesetzt. Die Inhalation dieses Solenebels wirkt sich vor allem positiv auf die Schleimhäute sowie auf Atemwege und Bronchien aus.
Einen richtigen Energieschub geben Ganzkörpermassagen mit einer Mischung aus wertvollen Ölen mit Alpensalz oder Laist. Sie werden auf dem warmen Steinblock durchgeführt und lockern verspannte Muskeln im Nu. Gleichzeitig löst die Knetarbeit mit den Wirkstoffen aus dem Urmeer altes Zellgewebe, transportiert Schlacken ab, und lindert Entzündungen. Die Haut ist danach gut durchblutet, rosig und straff – fit für die neue Frühjahrsmode.