Am Freitag verteidigt Kickbox-Queen Theiss ihren WM-Titel – und feiert auch noch Geburtstag. „Dann darf sie Schokokuchen essen”

München - Eine zünftige Keilerei zum Geburtstag, das dürfte bei den allerwenigsten ganz oben auf dem Wunschzettel stehen. Außer man heißt Christine Theiss und ist Kickbox-Weltmeisterin. „Ich finde das eigentlich ganz gut, dann kann ich zumindest nach dem Kampf ein bisschen feiern. Schlimmer wäre es, wenn mein Geburtstag ein paar Tage vor dem Fight wäre”, sagte die Kampfsport-Queen, die am 22.2. ihren 33. Geburtstag feiert. „Außerdem habe ich da ja nichts für geleistet. Eigentlich müsste eher meine Mutter feiern”, sagt Theiss vor dem Fight im Postpalast (23.15 Uhr, SAT.1 überträgt live) gegen die in 16 Kämpfen ungeschlagene Französin Cathy Le-Mée.

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Die Mama, die wird am Freitag live in der Halle dabei sein, wenn sich die Tochter den nächsten Sieg holen will. „Ich werde gewinnen”, verspricht Theiss, „und wenn ich fünf Minuten vor zwölf fertig bin, dann können wir noch alle gemeinsam rausfeiern.”

Ein Sieg für die Mama und gegen die schlanke Linie. Theiss will sich nicht nur mit einem Sieg, sondern auch mit einer Torte beschenken. „Dann darf sie Schokokuchen essen”, sagt Trainer Mladen Steko. Bei der Party wird es nicht nur bei Kuchen bleiben. „Wir werden lange feiern. Vor elf Uhr abends am Samstag werde ich eh nicht schlafen, dafür habe ich zu viel Adrenalin im Blut”, weiß Theiss.

Eigentlich sollte der Fight bereits im Dezember stattfinden. Doch Le-Mée war „mental und physisch nicht ganz fit”, wie sie selbst sagt. Jetzt ist sie es angeblich. Die Vorbereitung auf den Kampf war für Theiss sehr kurz. Sie, die längst die Karriere nach der Karriere vorbereitet, ist bei anderen Projekten stark eingebunden. Am Freitag startet auf SAT.1 eine neue Staffel der Abnehm-Show „The Biggest Loser”, die Theiss moderiert. Für die Dreharbeiten war sie zehn Wochen am Stück in Spanien.

Ihr Tagesablauf: morgens leichtes Training, danach Dreharbeiten, abends wieder Übungseinheiten in Eigenregie. „Wenn ich trainiere, bin ich voll darauf fokussiert. Wenn ich drehe, bin ich mit dem Kopf auch nirgendwo anders”, sagt Theiss, „ich habe mir auch abgewöhnt, am Abend vorher meine Texte zu lernen, sonst habe ich davon immer geträumt.”

Die Zeit zum Entspannen verbrachte sie mit ihren Boxer-Hunden Tiffany und Osito. Doch damit nicht genug. „Ich bin mit zwei Hunden nach Spanien gekommen und mit sieben zurückgeflogen.” Eines Morgens stand ein Karton mit fünf Welpen vor ihrer Tür. „Das waren wohl Einheimische”, sagt Theiss. Die Hundefreundin, die selbst in der Hundestaffel des ASB aktiv ist, nahm sich der Tiere an. Inzwischen haben die fünf Welpen ein Zuhause in Deutschland gefunden. Noch ein Grund zum Feiern.