"Kennedy's Restaurant und Bar" Stew statt Schweinsbraten

Blick durch die Fenster der Lounge in den Hauptraum: Auf der kleinen Bühne links werden Live-Bands spielen und Gäste Karaoke singen. Foto: Petra Schramek

Am Sendlinger Tor kehrt endlich wieder Leben ein: Statt beim allerletzten Bier der Nacht sitzen die Gäste jetzt gemütlich bei Guinness beisammen. Das „Kennedy’s“ ersetzt das „Lamm’s“

Kein Schweinsbraten mehr um 8 Uhr früh, zu dreckig ging’s zuletzt im Lamm’s zu. Und dann geschah lange nichts am Sendlinger Tor. Ein Pub sollte einziehen, hieß es – jetzt ist es soweit. „Ein langer Weg war es, dass wir jetzt im Lokal stehen, so wie es jetzt aussieht“, sagt Paul Fleming. Schon im Juni hatten er und sein Partner Paul Daly, die schon zusammen das Pub „Kilian’s“ am Frauenplatz betreiben, aufsperren wollen. Aber das Lokal ist zuletzt vor einem Vierteljahrhundert saniert worden, sagt Paul Daly.

Also packten die Iren an. Entkernung, neuer Bauantrag, vom alten Lamm’s ist nichts mehr übrig geblieben. Die Wände im Gastraum strahlen in Pfirsich- und Türkistönen und sind über und über behängt mit alten Guinness-Werbungen (Guinness is good for you!), Augustiner-Blechschildern und Bildern aus Irland. Die Gäste sitzen hier auf gepolsterten Barhockern an dunkel lackierten Holztischen oder in Séparées. Eine lange Bar und eine kleine Bühne gibt es, auf der viermal die Woche Live-Bands spielen und Montag und Mittwoch Karaoke-Fans ihr Können zum Besten geben.

Daran schließt sich die knallrot gestrichene Lounge an, die mit Bücherregalen und Porträts von John F. Kennedy verziert ist. Der gemütlichere Teil, in dem die Gäste in Ruhe essen können. Denn mehr als im Kilian’s legen die irischen Besitzer hier Wert auf gute, internationale Küche. Die ist so angelegt, dass jeder etwas damit anfangen kann: Ob „Kennedy’s Specialities“ wie das „Irish Breakfast“ mit drei gebratenen irischen Würstchen, Speck, Spiegeleiern, gegrillten Tomaten, Bohnen und Toast (9,70 Euro) oder „Irish Stew“, geschmortes Lammfleisch mit Kartoffeln und Gemüse (8,50), bayerische und italienische Gerichte, ein paar Salate, etwas Fisch oder Sandwiches.

Der Stolz des Hauses sind die Steaks von der irischen Ochsenlende und jede Menge Burger vom irischen Rind, zum Beispiel der deftige Cheeseburger (9,40 Euro).

Am Montag, endlich, konnten Daly und Fleming die Eröffnung ihres „Kennedy’s“ feiern, mit Freunden, Familie und Gästen wie dem US-Generalkonsul Conrad Tribble. „Ich kann mir ein paar richtig gute Partys hier vorstellen“, sagte der ganz angetan. Vorerst wird das Kennedy’s nur ab 17 Uhr öffnen, unter der Woche bis 2 Uhr, am Wochenenden bis 3 Uhr nachts geöffnet haben. So lang darf auch die Terrasse offen bleiben. In ein paar Wochen macht das Lokal schon um 11 Uhr auf, mittags wird es ein günstiges Menü geben.

Sichtlich glücklich sind die beiden Pauls mit ihrem neuen Laden. Um das begehrte Lokal am Sendlinger Tor zu bekommen, haben sie sich mächtig ins Zeug gelegt. Unter die Arme gegriffen hat ihnen einer ihrer Partner, die Augustiner Brauerei: Tatsächlich trinken die Leute im Kilian’s mehr Helles als Guinness – „sie wollen das gute deutsche Bier probieren“, sagt Paul Daly.

Und seit dem Rauchverbot essen die Leute auch mehr im Pub. Im Kennedy’s, der edleren Variante, soll das verstärkt passieren. „Nur ein zweites Lamm’s, das ist es definitiv nicht“, sagt Daly: Die Küche schließt um Mitternacht.


Sendlinger Tor Platz 11, vorerst 17 – 2 Uhr, am Wochenende bis 3 Uhr, www.kennedysmunich.com, Tel.: 59 98 84 60

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