Keine Beweise Lauge statt Radler: Ermittlungen gegen Wirt eingestellt

Statt einem Radler bekam ein Mann in einem Wirtshaus eine Flüssigkeit mit ätzender Lauge serviert. Foto: imago

Nachdem ein 51-jähriger Mann vor einem halben Jahr beim Besuch einer Vereinsgaststätte mit Lauge schwer verätzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft wegen mangelnder Beweise die Ermittlungen eingestellt.

Pottenstein - Lauge in einer Flasche hat einen Mann vor einem halben Jahr schwer verätzt. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Wirt wegen fahrlässiger Körperverletzung eingestellt.

Die Ermittler konnten nicht klären, wie die hochprozentige Natronlauge in die Flasche gelangte, in der eigentlich hätte Radler sein sollen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

Auch unklar sei geblieben, wer dafür verantwortlich ist, dass die Flasche in einen Getränkekasten und dann in die Kühlanlage eines Sportheims in Pottenstein kam. Im August hatte sich der inzwischen 51-jährige Mann beim Besuch der Vereinsgaststätte schwere Verätzungen im Mund- und Rachenbereich erlitten, obwohl er die Flüssigkeit sofort ausspuckte.

Mann geht es den Umständen entsprechend gut

Er musste ins künstliche Koma versetzt werden. Inzwischen geht es ihm den Ermittlern zufolge wieder den Umständen entsprechend gut. Lauge, wie sie in der Flasche gefunden wurde, kann bei richtiger Verdünnung als Reinigungsmittel dienen.

Ätzende Lauge in Wasserflasche - Münchnerin in Restaurant verätzt

Auch in München war Mitte Januar eine Frau beim Trinken einer schädlichen Flüssigkeit verätzt worden: Die 42 Jahre alte Sybille V. war mit ihrem Mann in einem Restaurant. In der bestellten Wasserflasche war jedoch eine ätzende Lauge. Sie musste zwei Tage auf die Intensivstation.

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