"Kein Angehöriger der BRD GmbH" Er wollte noch mehr Kampfgerät: Polizei findet Waffenarsenal bei Reichsbürger

, aktualisiert am 19.01.2018 - 14:19 Uhr
Der Reichsbürger verfügte über eine beachtliche Waffensammlung. Foto: Polizei

Ein sogenannter Reichsbürger, der die Behörden selbst auf sich aufmerksam machte, offenbarte sich bei einer Wohnungsdurchsuchung als Waffennarr. Angeblich musst er sich schützen.

München - Ein 51-jähriger Münchner hatte sich beim KVR vergeblich um einen sogenannten kleinen Waffenschein bemüht, der das Führen von Schreckschusspistolen erlaubt. Um seiner Verärgerung über die Ablehnung Luft zu machen, schickte er einen Wutbrief per Fax an das Verwaltungsgericht München. Darin teilte er mit, dass er ab sofort kein Angehöriger der BRD GmbH mehr sei. Den Waffenschein hätte er demnach benötigt, um sich "vor bestimmten Personengruppen zu schützen".

Da das Schreiben vermuten ließ, dass der Arbeitslose bereits im Besitz von Waffen sein könnte, erließ das Amtsgericht München einen Durchsuchungsbeschluss, den die Kriminalpolizei München am Donnerstag (18.01.) vollzog.

Ermittlungen wegen waffenrechtlicher Delikte

In der Wohnung des Mannes hing hinter der Eingangstür eine Umhängetasche, in welcher griffbereit zwei Wurfsterne, ein taktischer Kugelschreiber, ein Messer sowie eine Sturmhaube aufbewahrt wurden. Der 51-jährige Reichsbürger gab an, die Tasche zum Selbstschutz bei sich zu tragen, wenn er das Haus verlasse. Darüber hinaus wurde im Schlafzimmer ein Einsatzgürtel mit zwei Holstern, in welche sich große Kampfmesser befanden sowie weitere Messer und Wurfsterne sichergestellt.

Gegen den 51-Jährigen wird jetzt wegen verschiedenen waffenrechtlichen Delikten ermittelt.

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