Kantersieg gegen Wolfsburg Bayern feiert Meisterschaft - Frustballern in Wolfsburg

, aktualisiert am 29.04.2017 - 20:58 Uhr
Die Bayern machen ihre 27. Deutsche Meisterschaft klar. Foto: dpa

Der FC Bayern nutzt den Patzer von RB Leipzig und feiert nach einem Schützenfest gegen den VfL Wolfsburg seinen 27. Meistertitel.

München - Dieser April, dieser aus Bayern-Sicht verdammte April nahm also auf den letzten Drücker doch noch ein versöhnliches Ende. Mit dem 6:0 beim VfL Wolfsburg ballerten sich die Münchner den Frust von der Seele, holten die 27. Meisterschaft am viertletzten Spieltag. Meister! Mit Rekord! Zum fünften Mal hintereinander seit 2013 – ein Fünftel davon gehört Carlo Ancelotti, der damit in seinem ersten Jahr in München die Schale holte. Die anderen Titel gewannen Jupp Heynckes (2013) und Pep Guardiola (2014-16).

Lewandowski überholt Aubameyang

Die Wölfe mussten büßen. David Alaba mit einem sehenswerten Freistoß in den Winkel (19.) löste Bayerns Frust-Knoten. Weiter trafen: Arjen Robben, Thomas Müller, Joshua Kimmich (alle in der zweiten Hälfte) und Robert Lewandowski mit einem Doppelpack vor der Pause. Nach Wochen der Pein wegen seiner Schulterverletzung steuert der Torjäger wenigstens noch auf ein weiteres persönliches Erfolgserlebnis zu. In der Torjägerliste hat er BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang wieder überholt (28:27 Treffer).

Auf den roten Meister-Shirts eine große "5". Motto: "Gimme me five". So feierten die Stars mit den Bayern-Fans im VfL-Stadion. Nun sind die letzten drei Partien im Mai lediglich Ehrenrunden, die Schale wird ihnen – wie immer - am 34. Spieltag, nach dem Heimspiel gegen den SC Freiburg überreicht. Dann darf Kapitän Philipp Lahm (33) seine achte Meisterschaft feiern, verbunden mit seinem letzten Pflichtspiel im Bayern-Trikot. Mehr hat keiner. Der gebürtige Münchner steht nun auf einer Stufe mit den Bayern-Legenden Oliver Kahn, Mehmet Scholl und Bastian Schweinsteiger.

Drei Tage nach dem bitteren, weil selbst verschuldeten Knockout im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund und zehn Tage nach dem noch bittereren, weil nicht nur selbst verschuldeten Aus im Champions-League-Viertelfinale bei Real Madrid zeigten sich die Bayern von ihrer wütenden und damit besten Seite. Nach Schlusspfiff kam die Party langsam in Schwung.

Hoeneß fehlt bei der Meister-Party

Ancelotti und besonders Lahm wurde von den Fans gefeiert, er schnappte sich ein Megafon und heizte den Bayern-Fans ein. Wohl einmalig: Uli Hoeneß fehlte bei der Meisterparty. Der Präsident war in München geblieben, weil er ein Versprechen einlösen musste.

Letzten November, bei seiner Wiederwahl, reichte die Kapazität des "Audi Dome" nicht aus. So konnten nicht alle Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung, bei seiner Re-Inthronisierung, dabei sein. Als Entschädigung gab es eine Party, auf der der 65-Jährige Bier und Würstel verkaufte – eine Meisterfeier "dahoam". Ebenfalls nicht dabei, weil verletzt und in München geblieben: Torhüter Manuel Neuer und der an den Adduktoren verletzte Jérome Boateng. Mitgeflogen, aber kurzfristig nicht im Kader wegen Grippe-Symptomen: Xabi Alonso.

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