Kampf um Olympia Traunsteiner Politiker wollen Winterspiele 2022

Die Max-Aicher-Arena in Innzell: In dem Eisstadion soll für die Olympischen Winterspiele 2022 ein Medienzentrum entstehen Foto: dpa

 Der Landrat von Traunstein will für die Bewerbung knapp 400000 Euro ausgeben. Die Bürger müssen über die Bewerbung entscheiden

Traunstein - Die Wirtschaft will sie, der Landrat will sie und sogar die Bauern wollen sie: die Olympischen Winterspiele 2022 im eigenen Landkreis. Traunstein will sich an Münchens Olympia-Bewerbung beteiligen und dafür knapp 400000 Euro ausgeben. Aber nur, wenn die Bürger zustimmen.

Am 10. November wird es hier wie auch in München, Garmisch-Partenkirchen und im Kreis Berchtesgaden einen Bürgerentscheid geben. Im Traunsteiner Landratsamt gibt man die Richtung klar vor: „Wir geben den Bürgern eine klare Empfehlung, für die Bewerbung zu stimmen“, sagt Landrat Hermann Steinmaßl (CSU). Ein entsprechendes Positionspapier hat der Kreistag am Freitag beschlossen.

Für die Bewerbung will der Landkreis 394000 ausgeben. Die sollen aus der Tourismusförderung kommen. Jährlich erhält der Landkreis vom Tourismusverband eine Million Euro zur Vermarktung – die würde man über drei Jahre verteilt für die Olympiabewerbung anzapfen.

Insgesamt soll die Bewerbung etwa 29 Millionen Euro kosten. Pläne für die Winterspiele 2022 in der Region gibt es bereits: In Ruhpolding könnten Langlauf und Biathlon stattfinden, in Inzell ein Medienzentrum und ein olympisches Dorf sein; und Medaillen könnten auf dem Traunsteiner Stadtplatz vergeben werden. Naturschützer befürchten allerdings Umweltzerstörung und ausufernde Kosten.

Politiker der Grünen und der ödp sind gegen eine Bewerbung. Vor der Kreistagssitzung am Freitag gab es eine Demonstration vor dem Landratsamt. Landrat Steinmaßl hingegen spricht von nachhaltigen Spielen: „Wir wissen, dass wir alle Anlagen und alle Infrakstruktur auch danach wieder brauchen.

 

 

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