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JAN
29
Flaneur selbst, 08:37 Uhr

Antwort an 'sodann'

Mein Gott, Herr 'sodann' (falls Sie ein männliches Wesens und und keine hämische Dame), ich kann wirklich sehr gut verstehen, dass einem Texte und Typen auf die Nerven gehen, aber warum um Himmels Willen lesen Sie denn die Kolumnen, wenn Sie sich immer wieder ärgern? Sie bringen Ihre Gereiztheit sterotyp mit ähnlichen nicht gerade einfallsreichen Redewendungen zum Ausdruck und tun sich selbst keinen Gefallen mit den monotonen Kommentaren, die Sie da im Schutz der Anonymität immer wieder abgeben. Sie sind doch kein Schüler, der den Lehrer nicht mag und nicht anders kann, als ihn zwanghaft verdeckt aus den hinteren Reihen anzupöbeln – in der Hoffnung, das andere Ihrem Spott zustimmen. Die Kolumne ist nun mal in der Ich-Form geschrieben, das ist so ausgemacht, und dieses Ich geht Ihnen auf den Kecks, okay, dann quälen Sie sich doch bitte nicht mit der Lektüre. Diese Form der Kolumne verlangt nun mal, dass ich immer wieder von mir und meinen Beobachtungen und Begegnungen berichte, das wird sich auch durch Ihre Kommentare nicht ändern. Den meisten Lesern ist klar, dass ein Kolumnen-Ich ein literarisches, teilweise fiktives Ich ist - nicht unbedingt identisch ist mit dem wirklichen Ich (auch wenn im Fall dieser Kolumne meine Begegnung mit Brüderle exakt so verlief). Man stilisiert sich, man nimmt sich auf den Arm, man ist selbstironisch. Wenn Sie diese Zwischentöne nicht hören oder nicht hören wollen, ist das nicht meine Schuld. Die Chemie zwischen Ihnen als Leser und mir als Autor stimmt absolut nicht, und ich bin lang genug im Schreibgeschäft um zu wissen, dass mein Ton Sie leider immer nerven wird. Klar dass Sie immer den Eindruck haben werden, hier faselt ein eitler Sack vor sich hin und gibt mächtig an. Leider schreiben die Leser, die das anders sehen und sich über meinen Kolumnenton amüsieren, Leserbriefe und keine online-Kommentare. Andernfalls würden Sie sehen, dass Sie mit Ihrem Stänkern ziemlich allein sind. Aber Sie haben Vorläufer: Es gab Leser, die Jean Jacques Rousseau für ein dummes und eitles Schwein hielten (oder, um es in Ihren originellen Worten zu sagen, ihm höhnisch 'what a man!' zuriefen), weil er von sich schrieb. Das ist allerdings schon eine Weile her.

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JAN
28
sodann, 08:42 Uhr

Flaneur

... und jetzt Internet-Pionier .... what a man!

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JAN
27
Realist, 12:22 Uhr

Schlammschlachten

Die Medien sollten nun schnellstens überlegen, ob sie wirklich den persönlichen Schmutz-Wahlkamp führen wollen, der sich jetzt andeutet. Haust Du meinen Steinbrück, hau ich Deinen Brüderle, jeweils weit unter der Gürtellinie und abseits jeder Sachbezogenheit zum Thema. Und Herrn von Westphalen ins Stammbuch geschrieben: Niemand, der jemals mit Politikern, Journalisten oder Schriftstellern enger zu tun hatte, wird diese Menschen als wirklich angenehm oder sympathisch empfunden haben. Dies hängt damit zusammmen, dass nur die oder der in diesem Bereich erfolgreich sein können, die oder der egoistisch, selbstverliebt besserwisserisch sind.

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