Josefa Schmid ist Bürgermeisterin in Niederbayern und kandidiert als Landrätin. Die 37-Jährige hat sich mal für „Penthouse“ ausgezogen – jetzt will die Partei sie los werden
KOLLNBURG - Ein ehemaliges Erotikmodell erregt die CSU: Josefa Schmid ist attraktiv und intelligent. In ihrem Leben hat sie schon vieles gemacht: Auch Fotos im schwarzen Spitzen-BH und Felljacke für das Männer-Magazin Penthouse. Vor allem aber wurde die CSU-Frau im Alleingang Bürgermeisterin im niederbayerischen Kollnburg.
Jetzt will sie Landrätin im Landkreis Regen werden, dem Revier von Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Der droht ihr mit Parteiausschluss: „Die Dame ist eigenwillig, eigensinnig und beratungsresistent.“ Manche sehen die 37-jährige Juristin und Politikwissenschaftlerin schon als die neue Gabriele Pauli.
Bei jedem Rennen hat die CSU der schönen Josefa, die seit 13 Jahren Kreisschriftführerin der Partei ist, einen Mann vorgezogen. Sie aber ließ sich nicht einschüchtern. So kam es vor dreieinhalb Jahren in Kollnburg zu einem CSU-Duell. Die Freien Wähler unterstützten Josefa Schmid. Die stach den CSU-Mann aus. Auch jetzt ignorierte die schwarze Männerriege die Ambitionen der blonden Bürgermeisterin. Am Freitag stellten sie Helmut Plenk (41), den zweiten Bürgermeister von Bischofsmais, als Landratskandidaten auf. Josefa Schmid tritt trotzdem an. Sie hat die Wählergruppe „Aufbruch Regen“ gegründet. Die erste und letzte CSU-Frau auf einem Landratsthron war Gabriele Pauli, die Edmund Stoiber stürzte.
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