Jahrestag des Bombenangriffs Rechte überkleben Stolpersteine in Dresden

Die überklebten Stolpersteine in Dresden. Foto: Twitter

Zum Jahrestag des Angriffs der Alliierten auf Dresden haben rechte Aktivisten Stolpersteine überklebt - mit Namen deutscher Bürger, die bei dem Angriff ums Leben gekommen sind.

Dresden - Wie schon am Wochenende missbrauchten auch am Jahrestag der Zerstörung Dresdens am Montag Rechtsextremisten das Gedenken für ihre Ideologie. Die NPD legte einen Kranz auf dem Heidefriedhof nieder, wo viele der Bombenopfer in Massengräbern liegen.

Noch weiter gingen die sogenannten "Freien Aktivisten Dresden": Sie überklebten Stolpersteine - mit Namen von Bürgern "verstorben im allierten Bombenholocaust von Dresden". "Dank uns gibt es in der gesamte Stadt Stolpersteine für die Opfer Dresdens, welche im alliierten Bombenholocaust ums Leben kamen", schrieb die Gruppe zu der Aktion auf Twitter.

Mittlerweile ist der Tweet wieder gelöscht.

Rechtsextreme nutzen das Gedenken seit Jahren für ihre Zwecke und rechnen die Opferzahlen hoch, um so "alliierte Kriegsverbrechen" zu belegen und den Holocaust zu relativieren. Einer Historiker-Kommission zufolge wurden bei den Bombardements in Dresden etwa 25 000 Menschen getötet.

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