Aufsichtsrat Hamada Iraki hat seine Ämter beim TSV 1860 München niedergelegt - und damit die Löwen-Führung kalt erwischt. Wie geht's jetzt weiter?

München - Hamada Iraki, der Vertraute des jordanischen Investors Hasan Ismaik, habe „neue berufliche Herausforderungen“, teilte der TSV 1860 München am Dienstagabend mit. „Deshalb kann ich meine Aufgaben als Aufsichts- und Beirat nicht mehr so erfüllen, wie dies notwendig ist, und wie der Verein es von mir erwarten kann“, begründete der Investmentbanker demnach seinen Schritt.

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Iraki hatte im April 2011 den Kontakt zwischen dem damals vor dem finanziellen Aus stehenden Traditionsclub und Ismaik hergestellt. Der Investor hatte schließlich den Verein gerettet. Gemeinsam mit Ismaik gründete Iraki auch die H.I. Squared International GmbH als offizieller Vermarkter von 1860 München. Dort bleibt Iraki Geschäftsführer.

Der überraschende Rückzug Irakis wirft Fragen auf. Bekannt ist, dass der Banker zur Schweizer Großbank UBS wechseln wird.  Einem SZ-Bericht zufolge befindet sich Iraki nicht mehr bei seinem bisherigen Arbeitgeber, der Unicredit. Wegen einer Sperrfrist könne er seine neue Aufgabe aber nicht sofort angehen.

Iraki hatte nach AZ-Informationen erst in der Nacht auf Dienstag Geschäftsführer Robert Schäfer von seinem Rückzug informiert. Wie und über wen künftig die Kommunikation mit Investor Ismaik ablaufen soll, ist offen. Bis Dienstagabend hatte Schäfer noch nicht mit dem Jordanier gesprochen. Am Mittwoch trifft sich die Vereinsspitze zur Aufsichtsratssitzung.

 

 

 

 

 

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