Investitionsrückstand Kommunen warnen vor Steuersenkungen

Die Kommunen warnen vor Steuersenkungen. Foto: dpa/Robert Schlesinger/Illustration

Steuersenkungen dank erhöhter Steuereinnahmen? Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnt vor diesem Schluss.

Berlin - Trotz höherer Steuereinnahmen warnen die Kommunen vor der Ausweitung sozialer Leistungen und vor Steuersenkungen.

"Wir müssen die derzeitigen Überschüsse jetzt nutzen, um den Investitionsrückstand aufzuholen und die Grundlage für weiteres wirtschaftliches Wachstum zu stellen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB), Gerd Landsberg, der Passauer Neuen Presse.

"Spielraum für weitere soziale Leistungen oder Steuersenkungen ist nicht vorhanden, denn wir können nicht abschätzen, wie lange wir diese zusätzlichen Wohltaten werden finanzieren können." Allein in den Kommunen betrage der Investitionsrückstand 126 Milliarden Euro.

Die Steuerschätzer hatten am Donnerstag ihre Erwartungen für die Staatseinnahmen nochmals nach oben korrigiert. Sie gehen nun davon aus, dass die Staatskassen von 2017 bis 2021, also in dieser Legislaturperiode, im Vergleich zur Mai-Prognose immerhin 26,3 Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen erwarten dürfen.

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