Vermisste Studentin Spaziergängerin entdeckt Malina tot in der Donau

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Mit Hubschraubern und Booten wurde die Leiche aus der Donau geborgen. Foto: News5

Schon bei der Bergung am Freitagmorgen wird klar: Die leblos im Wasser treibende Person ist die seit drei Wochen vermisste Studentin (20) aus Regensburg. Wie sie gestorben ist, bleibt im Dunkeln. Die Polizei geht von Ertrinken aus.

Regensburg - Er wollte die Hoffnung nicht aufgeben, betete für Hinweise und bekräftigte im AZ-Interview, dass er seine Tochter immer noch spüre.

Doch nun herrscht für Joseph Zawadski, den Vater der in Regensburg verschwundenen Studentin Malina Klaar, traurige Gewissheit: Seine Tochter ist nicht mehr am Leben.

Am Freitagmorgen entdeckt eine Spaziergängerin bei Donaustauf im Landkreis Regensburg einen leblosen Körper im Fluss. Sie alarmiert die Polizei.

Wasserwacht und Feuerwehr rücken ebenfalls an, bergen die Leiche. Kurze Zeit später wird Armin Bock, Sprecher der Polizei, gegenüber einem Kamerateam sagen, die Tote sei mit hoher Wahrscheinlichkeit Malina.

"Die äußere Erscheinung und die Haarfarbe lassen kaum einen Zweifel zu, dass es sich um die gesuchte Studentin handelt", sagt Polizeisprecher Bock. Die Familie sei vor der Öffentlichkeit informiert worden.

Zwei Stunden nach der Alarmierung ist am Ufer wieder alles ruhig

Am Morgen passieren Kreuzfahrtschiffe die Fundstelle unweit der Gedenkstätte Walhalla, auch Güterschiffe fahren vorbei. Die Uferwege sind bei Ausflüglern und Spaziergängern sehr beliebt. Zwei Stunden nach der Alarmierung erinnert nichts mehr an den grausigen Fund.

Malinas Vater Joseph Zawadzki hatte alles versucht, um auf seine Tochter aufmerksam zu machen. Er hatte selbst den Park in Regensburg an der Donau durchkämmt, Flugzettel aufgehängt, sogar ein Lied mit Bildern der 20-Jährigen unterlegt und als Video veröffentlicht.

Er flehte bei "Stern TV" um seine Tochter, hat eine eigene Facebook-Seite ins Leben gerufen. Jeder sollte ihr Gesicht kennen – das war Joseph Zawadzkis Begründung für seine Offensive.

Er ging davon aus, dass sein Kind verschleppt wurde, entführt, irgendwo festgehalten wird – gegen seinen Willen. Deswegen hatte er sogar einen Finderlohn per Crowdfunding gesammelt. Nun bekunden Menschen ihr Beileid auf der Facebook-Seite.

Die Todesursache festzustellen, ist nicht mehr möglich

Am Tag des schrecklichen Fundes will er sich Malinas Vater nicht äußern. "Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen wollen", lässt er ausrichten.

Die Leiche wird in die Rechtsmedizin gebracht, per DNA-Abgleich identifiziert. Bei der Untersuchung zeigen sich keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Aufgrund der langen Liegezeit im Wasser sei es nicht mehr möglich, eine genaue Todesursache festzustellen, teilt die Polizei mit. Sie geht von Tod durch Ertrinken aus.

Donaustauf ist nur wenige Kilometer von Regensburg entfernt:

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