Wegen einer Lücke im Gesetz können Immobilienfirmen bei der Grunderwebssteuer sparen. Was es mit den sogenannten "Share Deals" auf sich hat.

München - Durch die Veröffentlichung der "Paradise Papers" wurden sie bekannt: Sogenannte "Share Deals", mit deren Hilfe große Immobilienfirmen Millionen an Grunderwebssteuern sparen – mit großer Wahrscheinlichkeit auch in München.

Das geht aus einer Antwort des Stadtkämmerers Ernst Wolowicz auf eine Anfrage der SPD-Fraktion hervor. Es sei davon auszugehen, dass sich "durch in der Vergangenheit abgeschlossene Share Deals indirekt auch der städtische Anteil an der Grunderwerbsteuer reduziert hat, schreibt der Kämmerer. In welcher Höhe die Stadt Geld durch die Deals verloren hat, kann die Stadt jedoch nicht beziffern.

Share Deals nützen eine Lücke im Gesetz aus: Immobiliengesellschaften erwerben nicht die Immobilie selbst, sondern Anteile an einer Immobiliengesellschaft. So fällt keine Grunderwerbssteuer an – und den Kommunen entgehen Einnahmen.

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