Im Eglhartinger Forst Pilzsammler findet Skelett - Polizei erstellt Phantombild

, aktualisiert am 08.11.2017 - 16:03 Uhr
Anhand des Schädels rekonstruierten die Ermittler das Gesicht des Toten. So ähnlich sah er möglicherweise aus. Foto: Polizei OBN/Patrick Pleul/dpa/AZ

Vor über einem Jahr hat ein Pilzsammler ein männliches Skelett im Eglhartinger Forst entdeckt. Die Leiche hat dort möglicherweise schon seit Monaten gelegen. Die Polizei konnte den Toten noch nicht identifizieren und veröffentlichte jetzt ein Phantombild.

Eglharting - Mitte August des letzten Jahres hat ein Pilzsucher einen erschreckenden Fund im Eglhartinger Forst gemacht! Denn statt Schwammerl entdeckte der Mann ein männliches Skelett im Wald. Die Leiche lag etwa 500 Meter nördlich vom Ortsrand von Eglharting.

Identität des Toten noch immer nicht geklärt

Nachdem der Pilzsammler die Polizei alarmiert hat, hat die Kriminalpolizei Erding sofort die Ermittlungen aufgenommen. Diese führten zu dem Ergebnis, dass es sich bei dem Toten um einen Mann im Alter von etwas 70 bis 75 Jahren handelt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Tote mindestens seit einigen Monaten im Wald lag – als längstmöglichen Zeitraum geben sie Anfang 2015 an.

Bisher konnte der Leichnam nicht identifiziert werden. Die Ermittler können ein Fremdverschulden noch nicht komplett ausschließen – möglicherweise steht das männliche Skelett also mit einem Verbrechen in Verbindung.

Anhand des Schädels konnten die Ermittler jetzt das Gesicht des Toten rekonstruieren und ein Phantombild anfertigen. Ebenso veröffentlichte die Polizei Bilder der getragenen Kleidung sowie weiterer Gegenstände, die vor Ort aufgefunden wurden, mit denen sich die Ermittler nun durch Hinweise aus der Bevölkerung Erkenntnisse zur Identität der Leiche erhoffen. 

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Erding unter der Telefonnummer 08122/968-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Besondere Merkmale:

  • Ca. 173 cm groß
  • Vermutlich nur noch zwei Zähne
  • Wahrscheinlich Gebissträger
  • Drahtligatur am Unterkiefer, wie vor etwa 30 Jahren zur Fixierung von Kieferbrüchen verwendet

Bekleidung:

  • Dunkelblaue Daunenjacke, Marke Infinity Man, Größe L, 52/54, Kapuze mit Pelzbesatz
  • Grüner Filzhut, Größe 58
  • Weißer Wollschal
  • Schwarzes Sakko, Marke Canda, Größe 50
  • Helles Hemd, Marke Infinity Man, Größe 43/44 XL
  • Rosa/Lila gestreifte Krawatte, gebunden, Marke Canda
  • Schwarzer Echtledergürtel, Länge 85 cm

Gegenstände am Auffindeort:

  • Herrenarmbanduhr Q&Q - Radio Silvercrest
  • Schwarze Textilaktentasche, Marke Targus
  • Rot-schwarze Sporttasche, Marke Ecolle
  • Schwarze Wollhandschuhe, Marke Sport World Blue
  • Feuerzeug mit Aufschrift: "Keine Eile, immer schön ruhig bleiben"
  • Feuerzeug mit Aufschirft: "Einfach mal abhängen"
  • Älteres, schwarzes Damenfahrrad, Marke Standard

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