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Hygiene-Skandal Müller Brot: Müller junior ringt mit dem Tod

Thomas Gautier, vom 08.02.2012 10:12 Uhr
Hans Müller (l.), einst Juniorchef bei Müller-Brot, im Jahr 2005 mit einem Freund auf dem Oktoberfest. Foto: Brauer
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Der Sohn des Müller- Brot-Gründers (45) liegt auf der Palliativstation – eine Folge des Skandals? Schwester Evi Müller will das nicht ausschließen. Hans war eng mit der Firma verbunden.

München - Es sind furchtbare Zeiten für Evi Müller und ihren Vater Hans (81): Erst wird der Ruf ihrer Familie ruiniert, als im ehemaligen Familienunternehmen Müller-Brot gravierende Hygienemängel bekannt werden (AZ berichtete) – und jetzt liegt Evis Bruder Hans (45) auf der Palliativstation einer Münchner Klinik.

Wie Evi Müller der AZ bestätigt, liegt Hans Müller im Sterben. „Er ist sehr, sehr krank“, sagt sie – er leidet ihr zufolge an Amyotropher Lateralsklerose (ALS), eine Krankheit, die nach und nach das Nervensystem des Menschen lahm legt. Die Ursache ist unbekannt – sicher ist nur: ALS ist unheilbar und tödlich.

Die Diagnose erfuhr Hans Müller vor etwa fünf Jahren, sagt seine Schwester. Plötzlich habe er sich nur noch schwer bewegen können. Sport, Joggen – das ging nicht mehr richtig. Daraufhin ging Hans Müller zum Arzt.

ALS beginnt mit Muskelzuckungen. Dann zersetzen sich die Nervenzellen im Hirn oder im Rückenmark, die für die Bewegungen der Muskeln zuständig sind, langsam ab. Meist sterben die Patienten nach drei bis fünf Jahren an Lungenentzündung.

Bei Hans Müller verschlimmerte sich die Situation vor wenigen Tagen. Bis dahin lebte er in seiner Münchner Wohnung, wurde dort von Pflegern betreut – in der Nacht zum Sonntag wurde er in die Klinik gebracht. Noch ist er nicht aufgewacht.

Ob die dramatische Verschlechterung seines Gesundheitszustand etwas mit dem Skandal um Müller-Brot zu tun hat, mag Evi Müller nicht ausschließen. Schließlich war Hans Müller der Firma eng verbunden.

Nach einer Bäckerlehre und einem BWL-Studium fing er Anfang der 90er bei Müller-Brot an – als Juniorchef. „Dort blieb er, bis wir die Firma 2003 verkauft haben“, sagt Evi Müller.

Kakerlaken, Mäuse, Dreck in der Zentralbäckerei in Neufahrn – all das bekam Hans Müller mit. „Mein Bruder ist im Kopf noch klar. Er hat Zeitung im Internet gelesen und ferngesehen“, sagt Evi Müller. „Er war sehr bestürzt – wie die ganze Familie.“

 

Kommentare (6)
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FEB
08
15:27 Uhr, geschrieben von Berta
Pressefreiheit
Weil beim Müllerbrot zugeht wie in eine Schweinestall/Saustall, sind plötlich die Journalisten schuld, die uns die Augen aufmachen. Schmeckt Ihnen Mäuse- und Hundedreck so gut oder sind Sie ständig besoffen? Weil die Bäckerei voller Dreck ist, geben die Säufer der Presse die Schuld! Allerhand, wie kann man so drogenabhängig sein!
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FEB
08
15:24 Uhr, geschrieben von aberHallo
So einfach gehts ja nicht !!
Wenn in der Zentrale vernünftig gearbeitet worden wäre, dann könnte so eine Situation nicht entstehen, Vor der Haustür kehrt man auch , warum dann nicht in der Bäckerrei ? Familie Müller hätte nicht den Namen hergeben dürfen, für den so tollen Nachfolger..... Bäckerei M mit selben Logo hätte auch gereicht
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FEB
08
15:21 Uhr, geschrieben von Berta
GUT, dass die Presse noch da ist!
Ein Lob auf die Presse! Ohne Presse wären manche Skandale und Gaunereien nie aufgedeckt worden, weil die Justiz und die Lebensmittelkontrolleure schlafen oder bestochen werden. Hunde wollt Ihr ewig Mäusekot fressen?
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