Höhere Löhne statt längere Arbeitszeit MVG-Streik: Am Dienstag gibt es Bus-Probleme

Warnstreik bei der MVG (Archivbild) Foto: dpa

Streik bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Ab Dienstagmorgen legen die Busfahrer ihre Arbeit nieder. Ziel der Maßnahme: "Höhere Löhne statt längere Arbeitszeiten."

München - Weil es zu keiner Einigung bei den Tarifverhandlungen der MVG kommt, wird nun gestreikt – das teilte die Gewerkschaft ver.di mit. Die Arbeitnehmer wollen so Druck ausüben, fordern höhere Löhne. Die Gegenseite erwidert stattdessen jedoch mit einer Erhöhung der Arbeitszeiten. „Mit dem Streik soll ein erstes klares Signal gegen die Erhöhung der Arbeitszeit und für mehr Lohn gesetzt werden“, erklärt Franz Schütz, ver.di-Gewerkschaftssekretär und Verhandlungsführer.

Forderung: 120 Euro mehr

Der Streikt beginnt am Dienstagmorgen um 4 Uhr. Die Streikenden versammeln sich drei Stunden später vor dem Bus-Betriebshof in der Einsteinstraße.

ver.di forderte eine Erhöhung der Monatsgehälter um 120 Euro – aktuell verdient ein Bus-, Tram- oder U-Bahnfahrer der MVG 2.280 Euro brutto als Grundgehalt. Hinzu kommen Bonuszahlungen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste. Nach zwölf Monaten sollen die Löhne dann um weitere fünf Prozent angehoben werden.

Inzwischen haben zwei Verhandlungstermine stattgefunden. Am 19. Juli findet die dritte Verhandlungsrunde statt. „Die Beschäftigten der MVG brauchen mehr Geld und nicht eine längere Arbeitszeit. Die Belastung hat im Nahverkehr in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Wir brauchen qualifizierte und gesunde Beschäftigte, die von ihrem Einkommen in München leben können", sagte Schütz.

Fahrgäste, die am Dienstag mit dem Bus fahren wollen, müssen sich also auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Wenn möglich, sollten Betroffene auf U-Bahn, S-Bahn oder Tram umsteigen.

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