Die einen atmen bereits auf, in anderen Gebieten bleibt die Hochwasser-Lage weiter dramatisch. Regensburg hat Katastrophenalarm ausgelöst. Verfolgen Sie die Entwicklungen am Dienstag hier im Liveticker.

München - Das Hochwasser hält tausende Menschen im Osten und Süden Deutschlands weiter in Atem. Gespenstisch ist die Lage in Passau, doch das Schlimmste scheint überstanden. Welche Gebiete weiterhin betroffen sind, die Aufräumarbeiten, die Hilfe, die Ankunft der Politiker - wir halten Sie den Tag über auf dem Laufenden im Liveticker.

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19:00 Uhr: Mit tollen Bildern von der Isar verabschieden wir uns von unserem Hochwasser-Liveticker vom Dienstag. Wir halten Sie weiterhin auf unserer Themenseite über aktuelle Entwicklungen zur Flut in Bayern und ganz Deutschland auf dem Laufenden. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Hier geht's zu den Isarbildern.

18:55 Uhr: Wir haben in München an der Isar Schaulustige gefragt, was sie an Münchens Fluss so reizt. Norbert Port (44): „Ich bin schon ziemlich fasziniert von den Naturgewalten. Ich werde mir das auch noch von den anderen Brücken aus anschauen. Beim letzten Hochwasser war aber deutlich mehr los, da stand das Wasser wesentlich höher. Man muss sagen, dass München das Hochwasser ganz gut unter Kontrolle hat. Das wird hier sehr gut reguliert. Zum Glück sind solche Zustände in München nicht der Regelfall.“

18:48 Uhr: Überschwemmte Straßen und Bahnstrecken – die Verkehrslage in den bayerischen Hochwassergebieten bleibt angespannt, die A3 bei Deggendorf wurde überspült. Kleiner Lichtblick: Die A8 am Chiemsee soll ab Mittwoch wenigstens einspurig wieder befahrbar sein. Hier gibt's eine Zusammenfassung zur Verkehrslage.

18:40 Uhr: Wie schaut's eigentlich an der Isar inzwischen aus? Der Pegel geht zurück. Und doch bahnen sich die Wassermassen der Isar noch immer ihren Weg durch München. Wo sonst ein Pegelstand von knapp einem Meter herrscht, wurde am Dienstag noch immer eine Wasserhöhe von 3,50 Metern gemessen.

18.31 Uhr: AZ-Reporter Ralph Hub hat sich am Tegernsee umgesehen - und spektakuläre Bilder in die Redaktion gebracht. Hier gibt's seinen Report.

18:26 Uhr: Auch am Tegernsee beginnt das große Aufräumen. Gummistiefel möglichst hoch, eine Pumpe möglichst stark und ein Besen möglichst kräftig – das sind die drei wichtigsten Accessoires am Tegernsee. 

18:19 Uhr: Nach der Wahlkampf-Kritik von Ude hat Horst Seehofer seine Gummistiefel-Tour übrigens verteidigt. „Solche Besuche sind Pflicht eines Politikers.“ Er sei erst angereist, als die Einsatzleitung gesagt habe, jetzt habe sie Zeit, ihn zu informieren.

18:02 Uhr: An dutzenden Schulen in den bayerischen Hochwassergebieten sind in dieser Woche die Abitur-Prüfungen ausgefallen. An Berufs- und Fachoberschulen in und um Passau und Rosenheim sowie den Landkreisen Traunstein und Erding konnten die Deutsch-Prüfungen am Montag nicht geschrieben werden, wie das bayerische Kultusministerium am Dienstag mitteilte. Sie sollen aber an diesem Mittwoch aber – mit anderen Aufgaben aus den gleichen Fachgebieten – nachgeholt werden.

18:00 Uhr: Abi-Prüfungen an dutzenden Schulen ausgefallen!

17:53 Uhr: Im Raum Deggendorf hat sich die Hochwasserlage weiter zugespitzt. Am Dienstagnachmittag musste die Autobahn 3 zwischen Passau und Nürnberg in beiden Richtungen gesperrt werden. Wasser aus der Donau lief über die Fahrbahn, wie ein Sprecher des Landratsamtes berichtete.

17:50 Uhr: Autobahn 3 wegen Hochwasser bei Deggendorf komplett gesperrt

17:38 Uhr: Wieder mal ein Blilck über die Grenze: In Österreich unterstützt eine Brauerei die Hochwasser-Helfer mit Freibier. Wirte, Feuerwehr- und Militärstützpunkte in den Hochwassergebieten erhielten je 100 Liter Bier, alkoholfreies Bier und Radler, sagte eine Firmensprecherin. Dies sollten sie dann an die Hilfskräfte verteilen. Auch zahlreiche andere Unternehmen kündigten Hilfen an: So stellte eine Baumarkt-Kette gratis Schutt- und Sandsäcke bereit, ein Elektronikhersteller bot Opfern Rabatte bei Neuanschaffungen an und Banken lockten mit speziellen Kredit-Konditionen.

17:10 Uhr: Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte zu dem Hochwasser in Deggendorf: „Wenn wir das schon gebaut hätten, was im Rahmen des Donaukonzepts vorgesehen ist, dann hätten wir heute dort kein Problem.“ Er bezog sich damit auf die jahrelangen Verzögerungen beim Donauausbau. Bei den Plänen war auch der Ausbau des Hochwasserschutzes vorgesehen. Hier gibt's die Meldung

17:02 Uhr: Blick nach Deggendorf: An der Donau haben in der Region Deggendorf und Straubing am Dienstag rund 6000 Menschen ihren Häuser wegen des Hochwassers verlassen müssen. Dies teilte das Innenministerium mit.

17:01 Uhr: Mehr Einsatzkräfte als 2002: Mehr als 43 000 Feuerwehrleute im Hochwasser-Einsatz. Im Kampf gegen das Hochwasser haben die Feuerwehren in Deutschland seit dem Wochenende rund 43 500 Einsatzkräfte aufgeboten – mehr als bei der Jahrhundertflut 2002. Das geht aus einer Erhebung des Deutschen Feuerwehrverbandes hervor. Allein in Bayern seien mehr als 14 000 im Einsatz gewesen, 11 500 in Sachsen und 10 300 in Baden-Württemberg. Beim Hochwasser 2002 seien es insgesamt rund 40 000 gewesen, teilte der Verband am Dienstag mit. Zu einem gewissen Grad seien die Betroffenen aber auch selbst gefordert, betonte Verbandspräsident Hans-Peter Kröger. „Viele Menschen wollen auch helfen. Es lohnt sich, sie noch besser zu informieren und anzuleiten.“

16.40 Uhr: A8 ab Mittwoch wieder befahrbar: Die nach dem Hochwasser am Chiemsee überspülte Autobahn München-Salzburg (A8) soll von Mittwoch an wieder einspurig befahrbar sein. Von Freitag an rechnet Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) Richtung München bereits mit einem zweispurigen Betrieb, wie er der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag bei einer Besichtigung der Schäden sagte. „Allerdings ist der Verkehr nur mit massiven Geschwindigkeitsbegrenzungen möglich.“ Es seien intensive Ausbesserungsarbeiten nötig.

16:36 Uhr: Mit blauem Auge davongekommen: Trotz eines Rekord-Hochwassers ist es in der Welterbestadt Regensburg nicht zu großflächigen Überflutungen gekommen. „Es kann noch keine Entwarnung gegeben werden, aber die Schutzmaßnahmen der vergangenen Jahre haben sich bewährt", sagte Oberbürgermeister Hans Schaidinger. Hier geht's zur Meldung

16:34 Uhr: Land unter auf der Fraueninsel: Auch am Chiemsee ist der Pegel gestiegen. Teile der Fraueinsel stehen unter Wasser. Hier sind die Bilder.

16:22 Uhr: Hochwasserfolgen im Druckhaus – Keine Zeitung in Rosenheim: Wegen des Hochwassers haben Zeitungsleser im Raum Rosenheim zum Wochenbeginn auf ihre gewohnte Lektüre verzichten müssen. Im Rosenheimer Stadtteil Eisingerwies – dort steht das Druckhaus des „Oberbayerischen Volksblattes“ (OVB) – wurde am Sonntag aus Sicherheitsgründen von den Stadtwerken der Strom abgestellt. Daher habe die fertigproduzierte Montagausgabe nicht gedruckt werden können.

16:09 Uhr: Aufräumen in Passau und Rosenheim: Nachdem sich die Lage etwas entspannt, beginnen die ersten Flut-Opfer mit den Aufräumarbeiten. Wir haben die Bilder in einer Fotostrecke zusammengefasst. Hier gibt's die Bilder.

16:00 Uhr: Viele Straßen gesperrt – Entspannung bei der Bahn: Die Verkehrslage in den bayerischen Hochwassergebieten bleibt weiter angespannt. Wichtige Fernstraßen waren auch am Dienstag unpassierbar und zwangen Autofahren auf dem Weg nach Österreich oder Italien zu Umwegen. Die wichtige Autobahn München-Salzburg (A8) war wegen Überschwemmungen an der Anschlussstelle Grabenstädt (Landkreis Traunstein) weiter gesperrt. Auch der Bahnverkehr litt in Oberbayern unter den Fluten; etliche Bahngleise waren unpassierbar. Alle Infos zum Bahnverkehr gibt's hier.

15:48 Uhr: Meißen schaltet den Strom ab: Die sächsische Stadt Meißen will wegen des steigenden Hochwassers einzelne Stromleitungen vom Netz nehmen. „Die Vorbereitungen laufen schon“, sagte Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) am Dienstag. Wenn die Elbe wie erwartet anschwelle, sei das notwendig. Zuvor hatte das Wasser in Meißen eine Schutzwand überschwemmt und war in die Altstadt gelaufen. Am Morgen wurde ein Pegelstand von 8,06 Meter gemessen. Das Wasser stieg danach weiter an.

15:43 Uhr: Ballack spendet: Ex-Bayernspieler Michael Ballack will aus den Erlösen seines Abschiedsspiels den Betroffenen des Hochwassers mindestens 100.000 Euro spenden. Das kündigte der frühere Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Dienstag an. „Ich bin genauso so betroffen, wie viele andere auch. Ich möchte der Stadt Leipzig danken, dass sie alles dafür tut, dass das Spiel stattfindet“, sagte Ballack.

15:32 Uhr: Die Redaktion erreichen die ersten Aufräum-Bilder aus Passau. Gastronomen räumen überschwemmte Bars auf, durchnässtes Inventar liegt in der Passauer Innenstadt herum. Wir bereiten eine Bilderstrecke vor.

15:25 Uhr: Das Rheinland ist einer Hochwasserkatastrophe wie im Süden und Osten Deutschlands erst einmal entgangen. Zwar stiegen die Rheinpegel in Nordrhein-Westfalen am Dienstag noch an, doch sehr viel langsamer als am Vortag. In Bonn, Köln und Düsseldorf erwartete der Leiter der Kölner Hochwasserschutzzentrale, Reinhard Vogt, am Dienstag noch einen Anstieg des Wassers um 20 bis 30 Zentimeter.

15:24 Uhr: Hochwasser-Zentrale gibt Entwarnung am Rhein

15:24 Uhr: Noch immer gibt es Sperrungen beim Bahnverkehr in Oberbayern. Der Bahnhof Rosenheim ist wieder freigegeben, zwischen München und Salzburg müsse Reisende immernoch mit Verzögerungen rechnen. Der Streckenabschnitt Übersee – Traunstein bleibt mindestens bis zum kommenden Wochenende gesperrt. Alle Infos zum Bahnverkehr gibt's hier.

15:19 Uhr: Auch Seehofer sichert Hilfe zu. Die finanzielle Hilfe für die Hochwasseropfer in Bayern soll nach Worten von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) notfalls über die geplanten 150 Millionen Euro hinausgehen. Man habe sich zunächst auf diese Summe verständigt, sagte Seehofer am Dienstag im Landtag in München. Allerdings gebe es bei dem Paket, das an diesem Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll, einen „atmenden Deckel“

15:11 Uhr: Gauck dankt Flut-Helfern: "Zusammen schaffen wir das": Bundespräsident Joachim Gauck hat den vom Hochwasser betroffenen Menschen Mut zugesprochen und den Helfern in den Katastrophengebieten gedankt. Der Bundespräsident sagte am Dienstag nach Angaben des Präsidialamtes: „Das Schicksal der Betroffenen bewegt mich. Ich bin froh zu hören, dass sie in diesen Stunden in Solidarität und Entschlossenheit zusammenstehen und viel Beistand und Unterstützung erfahren.“ Die vielen Helferinnen und Helfer, die unermüdlich im Einsatz seien, vermittelten die Botschaft: „Zusammen schaffen wir das!“

14:56 Uhr: In Deggendorf brechen Dämme: Brenzlige Lage in Deggendorf: Zwei Dämme hielten den Wassermassen am Dienstag nicht mehr stand. Für die Nacht wird ein historischer Pegelstand erwartet. Hier gibt's die Meldung zum Stand in Deggendorf.

14:52 Uhr: Blick auf die Isar: Leser haben uns viele Fotos von der randvollen Isar geschickt. Die spektakuläre Fotostrecke gibt's hier.

14:38 Uhr: Das dramatische Hochwasser im Süden und Osten Deutschlands dürfte allein an Straßen und Schienen Schäden von mehr als 100 Millionen Euro verursacht haben. „Ich rechne mit Kosten im dreistelligen Millionenbereich“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Rande der Messe Transport Logistik dem Fachblatt „Deutsche Verkehrs-Zeitung DVZ“ am Dienstag in München. Konkrete Zahlen könnten aber noch nicht genannt werden. „Erst wenn das Wasser weg ist, sieht man die Schäden. Dann lässt sich auch die genaue Schadenssumme beziffern“, sagte Ramsauer. Jeder Kilometer Autobahn, der runderneuert werden müsse, werde rund 5 Millionen Euro kosten.

14:37 Uhr: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer: "Hochwasser richtet Schäden in Millionenhöhe an"

14:20 Uhr: Wasserschaden am Auto - Was tun? Der ADAC gibt Tipps, wenn das Auto nicht rechtzeitig vor den Wassermassen gerettet werden konnte. Grundsätzlich gilt: Ein Auto, das im Hochwasser steht, sollte nicht angelassen werden, teilt der ADAC mit. Weitere Tipps gibt's hier.

14:03 Uhr: Toter in der Slowakei: Im Süden der Slowakei ist in der Nacht auf Dienstag ein Mann in den Hochwasser führenden Fluss Slana gefallen und ertrunken. Die Polizei wollte den Mann zunächst nicht als direktes Hochwasseropfer bezeichnen. Medien berichteten, der Unbekannte sei vermutlich betrunken gewesen und zu nahe an den Fluss getreten.

13:58 Uhr: Dammbau an der Autobahn: A3 vom Hochwasser bedroht: Das Hochwasser in Niederbayern gefährdet auch den Verkehr auf der Autobahn 3. Am Dienstag musste die Autobahn in Richtung Passau nahe Deggendorf kurzzeitig gesperrt werden, war dann aber wieder befahrbar, wie ein Polizeisprecher sagte. Mit Sandsäcken und Sandaufschüttungen wollten die Einsatzkräfte verhindern, dass Wasser aus der nahen Donau auf die Fahrbahn gelangte. Mit Hilfe von Lastwagen und anderen Baugeräten sollte ein provisorischer Damm errichtet werden.

13:50 Uhr: MDR räumt Funkhaus: Jetzt trifft es die Kollegen in Dresden! Der MDR räumt das Landesfunkhaus an der Elbe. Hier twittert die Redaktion ein Foto. Wir wünschen viel Glück!

13:44 Uhr: Probleme gibt es demnach nicht nur an der Donau, sondern auch an der Naab und an kleineren Flüssen. Auch Wohngebiete seien vom Hochwasser bedroht, betonte der Landrat. Für besorgte Einwohner wurde ein Bürgertelefon im Landratsamt eingerichtet.

13:40 Uhr: Der Landkreis Regensburg hat am Dienstagmittag den Katastrophenfall ausgerufen. Die Hochwassersituation an den Flüssen habe sich verschärft, teilte Landrat Otto Gascher mit.

13:31 Uhr: Chlor im Münchner Trinkwasser: Die Stadtwerke München geben wegen des Hochwassers vorsorglich Chlor in das Münchner Trinkwasser. "Zur Sicherung der hervorragenden Qualität des Trinkwassers nehmen die SWM deshalb die Transportchlorung in Betrieb. Es handelt sich um eine Präventiv-Maßnahme, die Qualität des Münchner Trinkwassers bleibt hervorragend und es kann weiterhin bedenkenlos getrunken werden", wird auf swm.de berichtet.

13:21 Uhr: Schnelle Hilfe für die Opfer in Bayern: Die Staatsregierung will Hochwasseropfern mit dem geplanten 150-Millionen-Euro-Sofortpaket sehr schnell und unbürokratisch unter die Arme greifen. „Das Geld steht bereit“, sagte Finanzminister Markus Söder (CSU) am Dienstag in München. Hier geht's zur Nachricht.

13:16 Uhr:  Angesichts von Rekord-Pegelständen vieler Flüsse will Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) mit der Wirtschaft über die Folgen der Flutkatastrophe sowie schnelle Hilfen beraten. Hier gibt's die Meldung.

13:11 Uhr: Entwicklung in Regensburg: Strom- und Trinkwasserversorgung funktionieren. In der Nacht zum Dienstag hatte die Welterbestadt den Katastrophenfall ausgerufen. Die berühmte Steinerne Brücke war am Dienstag aber zunächst weiterhin für Fußgänger passierbar.

13:09 Uhr: In Regensburg hat die Donau am Dienstagmittag einen Pegelstand von 6,79 Meter erreicht. Damit war der Wasserstand nach Angaben der Stadt so hoch wie seit mehr als 130 Jahren nicht mehr. Eine Gefahr für die Bewohner der Stadt bestehe jedoch nicht.

13:06 Uhr: Schock-Meldung für die Regensburger: Der Donaupegel steigt an!

13:01 Uhr: Merkel macht Mut: Passau ist noch immer überflutet, aber es gibt Hoffnung. Das Wasser geht langsam zurück und die Bundeskanzlerin macht den Opfern Mut. „Es ist eine schwere Stunde für die Menschen“, sagt Merkel. Wichtig sei nun eine rasche, unbürokratischen Soforthilfe.

12:48 Uhr: Autobahn stark beschädigt: Ein Bild der Zerstörung bot sich Feuerwehrleuten aus Übersee und Grabstätt auf der Autobahn A8 am Dienstagvormittag. Eigentlich sollten sie die Fahrbahn nur reinigen, doch das Hochwasser hat die Autobahn schwerer erwischt als gedacht. Hier gibt's die Bilder

12:45 Uhr: Keine Gefahr mehr für Passau: Das Hochwasser in Passau geht weiter zurück. Die aus Regensburg nahenden Fluten seien keine weitere Gefahr mehr, sagte eine Sprecherin des Krisenstabs. Bis zum Dienstagabend erwartet Passau einen Pegelstand von 10,80 Meter. Am Montagabend hatte die Donau noch den Rekordstand von 12,89 Meter aufgewiesen.

12:43 Uhr: Geldstrafen für Hochwasser-Schaulustige: Um Katastrophen-Touristen von brenzlichen Einsatzorten besser fernhalten zu können, hat Bayerns oberster Feuerwehr-Vertreter hohe Geldstrafen für uneinsichtige Gaffer gefordert. „Wenn er weiß, dass er 2000 bis 3000 Euro Strafe zahlen muss, wird es sich der Gaffer vielleicht überlegen“, sagte der Vorsitzende des Bayerischen Feuerwehrverbandes, Alfons Weinzierl, am Dienstag in München.

12:41 Uhr: Rentnerin unterkühlt: Ein Feuerwehrmann hatte die hilflose Frau entdeckt und sie aus ihrem Auto gerettet. Hier gibt's die ganze Meldung.

12:36 Uhr: Unfall in Volkach: Weil eine Frau trotz einer Hochwasser-Sperre eine überflutete Straße befahren hat, mussten rund 50 Rettungsleute in Unterfranken ausrücken, um die Rentnerin und ihr Auto zu retten.

12:24 Uhr: Schäden auf der A8: Wie sehr das Hochwasser die Autobahn beschädigt hat, zeigen Bilder aus Grabenstätt. Wir bereiten gerade eine Fotostrecke vor. Die Fahrbahn wurde unterspült und Wasserrohre herausgerissen.

12:11 Uhr: Münchens OB zum Hochwasser bei Facebook: Christian Ude meldet sich zum Hochwasser und den Politiker-Auftritten bei der Flut bei Facebook zu Wort: "Vielleicht wundert Ihr Euch: Warum keine Fotos von mir in Gummistiefeln? Ich mache keinen Wahlkampf mit dem Leid bedrängter Menschen und keinen störenden Hochwassertourismus. Lieber stelle ich Kommunen in Not Münchner Hilfe zur Verfügung".

12:05 Uhr: Wasser auf der A3 bei Deggendorf: Der Druck auf den Damm bei Metten (Deggendorf) scheint enorm zu sein. Das Wasser fließt inzwischen auch auf die Autobahn, wird auf einen Facebook-Infoseite zum Hochwasser in Bayern berichtet. Die Aufahrt Metten von Regensburg kommend ist gesperrt.

11:52 Uhr: Manche Passauer sprechen bereits von einem Jahrtausend-Hochwasser: An der Donau in der Drei-Flüsse-Stadt Passau wurde am Montagabend der höchste Pegelstand gegen 21.00 Uhr mit 12,89 Metern erreicht, wie das Bayerische Landesamt für Umwelt in Augsburg am Dienstag berichtete. Bis zum Dienstagmorgen sank der Pegelstand auf 12,20 Meter. Damit fiel das aktuelle Hochwasser deutlich schlimmer aus als das von 1954 – damals erreichten die Fluten einen Höchstwert von 12,20 Metern. Nur im August 1501 gab es laut Nachforschungen des Wasserwirtschaftsamtes Passau mit etwa 13,00 bis 13,20 Metern einen noch höheren Pegelstand als jetzt.

11:49 Uhr: Blick nach Passau: Der höchste gemessene Pegelstand betrug übrigens 12,89 Meter!

11:48 Uhr: Twitter-Ärger: Die Model-Aktion auf den Sandsäcken von Georgina wird bei Twitter prompt kommentiert: "Als Bildtitel würde sich übrigens "Dumm auf Damm" oder "Dummbruch" eignen, schreibt ein User.

11:37 Uhr: Geschmacklose Model-Pose auf Sandsäcken: Während in Deutschland viele Menschen um ihre Existenz bangen, Tag und Nacht gegen die Fluten kämpfen und in eine ungewisse Zukunft sehen, nutzen andere die Gunst der Stunde, um sich geschmaklos in der Öffentlichkeit zu präsentieren. So wie Dschungelcamp-Zicke Georgina. Im kurzen Röckchen mit Sonnenbrille und in Model-Pose hat sie sich vor dem vollgelaufenem Fluss in Heidelberg präsentiert und nutzt Sandsäcke als Laufsteg. Hier gibt's das Foto bei Twitter.

11:32 Uhr: Mehr Soforthilfe für Bayern: "Wenn Bayern heute kommt und mehr Geld braucht, lassen wir mit uns reden": Kanzlerin Merkel hatte den geschädigten Menschen Gelder des Bundes zugesagt. Sie kündigte am Dienstag in Passau 100 Millionen Euro Soforthilfe für sämtliche betroffenen Regionen in Deutschland an. Allein dem Freistaat Bayern sagte sie zunächst 50 Millionen Euro zu.

11:29 Uhr: Presskonferenz zur dramatische Lage in Regensburg: Der Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger äußert sich bei einer Pressekonferenz um 15 Uhr zusammen mit den Einsatzleitern zur aktuellen Hochwasserlage.

11:21 Uhr: Blick nach Thüringen: In Thüringen hat sich die Hochwassersituation am Dienstagmorgen im kleinen Ort Ziegenrück extrem verschärft. Grund: Aus der Bleichlochtalsperre müssten etwa 200 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abgelassen werden, teilte das Landratsamt mit. Die Talsperre drohe sonst überzulaufen. Der steigende Pegelstand der Saale zwinge das Energie-Unternehmen Vattenfall als Pächter der Talsperre zu dieser Maßnahme. Damit steige die Gefahr der Überflutung von Ziegenrück. Der Ort könne nur 120 Kubikmeter Wasser pro Sekunde verkraften.

11:15 Uhr: Damm bei Deggendorf gebrochen: Betroffen seien zunächst nur einzelne Gehöfte, die weiteren Folgen seien noch nicht abzusehen. Im Laufe des Tages sollten nach Angaben des Sprechers rund 4000 Menschen ihre Häuser verlassen, um sich vor dem Hochwasser in Sicherheit zu bringen. Ein Sprecher vom Roten Kreuz sagte, man beobachte die Dämme weiterhin genau. Noch könne man die Menschen mit Fahrzeugen aus den Ortschaften bringen. Lasse das Hochwasser nicht nach, müsse man zur Evakuierung bald Boote einsetzen. „Es wird mit noch Schlimmerem gerechnet.“

11:13 Uhr: Im Landkreis Deggendorf hat ein Damm den Wassermassen der Donau nicht mehr standhalten können. Nahe der Ortschaft Winzer sei am Dienstag ein Damm gebrochen, sagte ein Sprecher des Landratsamtes. Das Wasser breitete sich nun dahinter aus.

11:13 Uhr: Dammbruch an der Donau im Landkreis Deggendorf!

11:12 Uhr: Irre Fotos: Wir haben unsere Bilder mit den spektakulärsten Hochwasser-Fotos aus Bayern und ganz Deutschland noch schnell erweitert. Hier gibt's die Fotos.

11.08 Uhr: Entspannung im Süden: Im südlichen Oberbayern entspannte sich die Lage hingegen weiter. „Eine Gefahr ist derzeit nirgends erkennbar“, sagte ein Sprecher des Krisenstabes in Rosenheim.

11.07 Uhr: Wasser zieht in den Norden: In Oberbayern verlagert sich das Hochwasser in die nördlichen Landkreise. Betroffen davon sind die Bewohner entlang von Flüssen vor allem in den Landkreisen Freising, Pfaffenhofen a.d. Ilm und Neuburg-Schrobenhausen. Die Paar und die Amper sind nach Behördenangaben vom Dienstag an zahlreichen Stellen über die Ufer getreten. Im Landkreis Freising wurde daher am Montagabend Katastrophenalarm ausgelöst.

10:47 Uhr: Viele Firmen in Bayern hat's übel erwischt: Die Überschwemmungen in vielen Teilen Bayerns machen auch der Wirtschaft zu schaffen. In betroffenen Städten und Gemeinden stehen Gewerbegebiete unter Wasser, Fabriken sind wegen unpassierbarer Straßen nicht erreichbar. Das Ausmaß der Schäden sei aber derzeit noch nicht absehbar, hieß es am Dienstag bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft.

10:36 Uhr: Wetter in München: Die Wetterlage in München und Bayern soll sich die nächste Tage übrigens nur vorübergehend entspannen. Für Mittwoch und Donnerstag sind Höchstwerte von bis zu 21 Grad vorausgesagt - und: Sonne! Am Freitag soll es aber schon wieder regnen und auch Gewitter geben.

10:24 Uhr: Wasserstände sinken: Weiter aufbauende Nachrichten aus Passau: Der Pegel ist auf 11,80 Meter gesunken.

10:22 Uhr: Merkels Hochwasser-Tour: Die Kanzlerin reist von Passau übrigens gleich weiter und schaut sich die Situation im sächsischen Pirna an. Von da aus geht es weiter nach Greiz in Thüringen.

10:18 Uhr: Merkel sagt Soforthilfe zu: Hier gibt's die Meldung

10:16 Uhr: "Dramatischer als 2002": Die Kanzlerin sei von der dramatischen Lage überrascht, sagte Merkel nach ihrem Heli-Rundflug. „Wir haben gedacht, 2002 war die Lage schon exorbitant.“ Jetzt sei die Situation aber noch dramatischer als beim damaligen Hochwasser.

10:13 Uhr: Mit dem Heli übers Wasser: Bei einem Hubschrauberflug hatte sich Merkel zuvor aus der Luft einen ersten Überblick über die Lage in Bayern verschafft.

10:10 Uhr: Hilfe zugesagt: 50 Millionen Euro an Soforthilfe will Kanzlerin Angela Merkel den Hochwasser-Opfern in Bayern vom Bund zukommen lassen. Weitere 50 Millionen Euro steuert der Freistaat bei.

10:09 Uhr: Die Gummistiefel-Parade beginnt. Merkel und Seehofer machen sich gerade in Passau ein Bild von der Katastrophe. Für Politiker übrigens keine ganz einfache Übung. In Wahljahren ist jede Hochwasserkatastrophe für Politiker ein Balanceakt: Wer in Gummistiefeln posiert, handelt sich schnell den Vorwurf ein, die Fluten für den Wahlkampf zu nutzen. Wer nicht in Gummistiefeln posiert, riskiert den Vorwurf der Untätigkeit.

10:04 Uhr: Hochwasser in Sachsen-Anhalt: Wie der MDR vermeldet, sind dort etwa 4000 Menschen ohne Strom.

10:01 Uhr: Aufräumarbeiten beginnen: Nachdem sich in Passau allmählich abeichnet, dass die Pegel wieder sinken, beginnen die Aufräumarbeiten. Die Bundeswehr ist weiter vor Ort.

09:50 Uhr: Helfer im Dauereinsatz: In Passau waren die Helfer der Wasserwacht in der vergangenen Nacht durchgehend im Einsatz. Einem Boot ging der Sprit aus – es musste am Morgen abgeschleppt werden. Eindrücke der Nacht gibt es in unserer AZ-Bilderstrecke.

09:40 Uhr:  Merkel auch in Thüringen erwartet: Die Kanzlerin wird sich zusammen mit der thüringischen Ministerpräsidentin Lieberknecht (CDU) gegen 14:15 Uhr in Thüringen über die Lage informieren.

09:22 Uhr: Blick nach Tschechien: Das Moldau-Hochwasser hat in Prag den Höchststand erreicht. Gegen 6 Uhr morgens rauschten nach Behördenangaben 3210 Kubikmeter Wasser pro Sekunde den Fluss hinab – normal sind 150. Die Lage wurde am Dienstag weiter als sehr ernst beschrieben.

08:39 Uhr: Herrmann verteidigt Hochwasserschutz: Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat Kritik am Hochwasserschutz zurückgewiesen. „Das System hat nicht versagt“, sagte er am Dienstag im Deutschlandfunk. Die derzeitige Situation sei völlig außergewöhnlich. „Wir haben schon sehr viel investiert, das war erfolgreich an vielen Stellen“, betonte der CSU-Politiker.

08:30 Uhr: Laufen die Seen über? - Am späten Abend hatten die Behörden die Warnstufe für den Landkreis Starnberg wegen der weiter steigenden Pegel von Ammer- und Starnberger See erhöht. Der Pegel des Ammersees soll am Dienstagmittag seinen Höhepunkt erreichen. Läuft der Ammersee über, würde er bewohnte Gebiete und die Werft der Seenschifffahrt in Stegen überschwemmen. Etwas entspannter ist zur Stunde die Situation am Starnberger See.

08:17 Uhr: Der Starnberger See und der Ammersee drohen überzulaufen.

08:05 Uhr: Pekäre Lage am Tegernsee: Die Stadt Tegernsee ist nur mit dem Zug erreichbar.

07:55 Uhr: Straubing ist gerüstet für die Scheitelwelle: "Bislang halten die Deiche; wir hoffen, dass das so bleibt“, heißt es aus dem Landratsamt.

07:52 Uhr: Merkel ins Katastrophengebiet: In Passau wird heute Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Sie will sich selbst in der Dreiflüssestadt über das Ausmaß der Flut informieren. Lesen Sie hier: Leadership in Gummistiefeln

07:30 Uhr: Wasser in der Altstadt von Meißen: Wie sieht es derzeit außerhalb Bayerns aus? Im sächsischen Meißen fließt das Hochwasser der Elbe in die Altstadt. Das dortige Landratsamt rechnet "mit ähnlichem, wenn nicht gar höherem Hochwasser als 2002“.

07:28 Uhr: Evakuierungen in Deggendorf: Im Landkreis Deggendorf werden bereits einzelne kleinere Ortschaften evakuiert. „Hier rufen natürlich besorgte Anwohner an“, sagte ein Mitarbeiter des Hochwasser-Telefons. „Es handelt sich aber zunächst um eine Vorsichtsmaßnahme.

07:12 Uhr: Katastrophenalarm in Straubing: Am Montagabend haben auch die Stadt Straubing und der Landkreis Straubing-Bogen Katastrophenalarm ausgerufen. In Straubing wird der Hochwasser-Scheitel für Dienstagnachmittag zwischen 15.00 und 18.00 Uhr erwartet. Mit 7,70 Meter werde der Wasserstand der Donau auch im Vergleich zu früheren Hochwasserereignissen außergewöhnlich hoch sein. Im Bedarfsfall könnten jetzt rasch zusätzliche Kräfte einberufen werden.

07:10 Uhr: Das Hochwasser macht auch den bayerischen Piraten zu schaffen: Eigentlich wollte die Partei ihr Landeswahlprogramms und ihre Kandidaten am kommenden Samstag bei einer Dampferfahrt auf dem Chiemsee vorstellen. Wegen der schwierigen Verkehrsverbindungen und dem Hochwasser auf dem See sagten sie den Termin am Montagabend jedoch ab. Ein Ersatztermin ist noch offen.

07:05 Uhr: Regensburg ruft Katastrophenalarm aus. Die Stadt Regensburg hat in der Nacht zum Dienstag Katastrophenalarm wegen des Hochwassers ausgerufen. Der Hochwasser-Scheitel werde am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr erwartet, sagte eine Sprecherin der Stadt. Mit einer Höhe von 6,80 Meter an der Messstelle „Eiserne Brücke“ dürfte der Wasserstand in der Donaustadt so hoch sein wie seit mehr als 130 Jahren nicht. Gefahr für die Bewohner bestehe allerdings nicht, sagte die Sprecherin. „Die Strom- und Trinkwasserversorgung funktioniert nach wie vor. Einigen Straßen droht aber Überschwemmung.“ In Passau dagegen waren die Wasserstände von Inn und Donau am frühen Morgen deutlich gefallen.

07: 03 Uhr: Blicken wir ales erstes nach Passau. Beim Jahrhundert-Hochwasser in Passau ist nach Einschätzung des Krisenstabs das Schlimmste überstanden. Die Wasserstände von Inn und Donau seien im Laufe der Nacht deutlich gefallen, sagte ein Sprecher am Dienstag. So habe der Pegelstand der Donau um 04.00 Uhr mit 12,40 Meter mehr als einen halben Meter unter dem Höchststand gelegen. Bis zum Nachmittag sollte das Wasser auf etwas über 10 Meter zurückgehen. Da auch der Wasserstand des Inn um mehr als zwei Meter sinken werde, könne das Hochwasser, das jetzt noch von Regensburg nach Passau fließe, gut kompensiert werden

07:00 Uhr:  Guten Morgen und willkommen beim Hochwasser-Liveticker der Abendzeitung.

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