Hier darf gebaut werden 3.200 neue Wohnungen für München - das sind die Pläne

Es wird immer enger in der Stadt. Ob diese Päne Entlastung bringen? Foto: Peter Kneffel/dpa, GWG

Wohnungen dringend benötigt! 3.200 neue stehen mit einem Beschluss des Planungsausschusses für München in Aussicht. Hier lesen Sie alle Details zu den einzelnen Bauprojekten in Ramersdorf-Perlach, Allach-Untermenzing, Aubing-Lochhausen-Langwied, Trudering und Berg am Laim. 

München - Der Handlungsbedarf ist enorm. Wohnraum in München wird immer knapper - und damit auch immer teurer. Rund 3.200 neue Wohnungen wurden nun auf den Weg gebracht. In der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung ist Baurecht für diesen neuen Wohnraum geschaffen worden. Damit sind in diesem Jahr 5.760 Wohnungen in die konkrete Planung gegangen.  

Die Satzungsbeschlüsse bringen viel geförderten Wohnungsbau auf den Weg, auch neue soziale Einrichtungen und vielfältig nutzbare öffentliche Grünflächen sind geplant. Erteilt die Vollversammlung nächste Woche die abschließende Zustimmung, werden diverse Vorhaben möglich. Ein Überblick...

Auf dem Gebiet einer ehemaligen Kiesgrube in Ramersdorf-Perlach entsteht ein neues Stadtquartier mit fast 1.300 Wohnungen. Auf dem 2,8 Hektar großen Areal sind -neben Wohnblöcken für 3.000 Menschen - zehn Kindergarten- und zehn Kinderkrippengruppen sowie ein Kinder- und Jugendtreff geplant. Zudem entstehen Geschäfte. Eine zentrale öffentliche Grünfläche knüpft als neuer Quartierspark an das Naherholungsgebiet Truderinger Wald im Osten an.

Bis zu 780 Wohnungen sind auf dem früheren Gelände der Diamaltwerke in Allach-Untermenzing möglich, 30 Prozent davon gefördert. Mit seinen denkmalgeschützte Gebäuden soll es sich in ein lebendiges Quartier mit eigener Identität verwandeln. Am ehemaligen Werkstättengebäude und der früheren Suppenwürzefabrik entsteht ein neuer Platz, am ehemaligen Kesselhaus wird eine zentrale dreieckige öffentliche Freifläche zum "grünen Herzstück".

Betreutes Wohnen in Allach 

Auch der Bau eines Senioren- und Pflegeheimes an der Franz-Nißl-Straße wurde in Allach auf den Weg gebracht. Auf einer Fläche von etwa einem Hektar, zwischen Würm und der S-Bahnlinie S2 gelegen, werden zirka 200 Wohn- und Pflegeplätze entstehen.

Im Stadtteil Aubing-Lochhausen-Langwied können 840 neue Wohnungen gebaut werden. Auf einem Areal südöstlich der Henschelstraße entstehen in den nächsten Jahren rund 460 Wohnungen, etwa 210 sind im geförderten Wohnungsbau vorgesehen.  Auf dem ehemaligen Dornier-Gelände an der Trimburgstraße wird in den kommenden Jahren ein neues Stadtquartier mit rund 380 Wohnungen entstehen, 30 Prozent davon gefördert.

In Trudering gab's grünes Licht für ein Bauprojekt mit 150 Wohneinheiten. Laut Referat für Stadtplanung und Bauordnung übernimmt es in Zukunft eine wichtige Funktion für das "Quartierszentrum Trudering". Entlang der Feldbergstraße sind kleine Läden zur Nahversorgung ausgewiesen. Den nördlichen Abschluss bildet eine öffentliche Grünfläche mit Kinderspielplatz. Neue Fußwege in dem bisher brachliegenden Gelände werden den Stadtteil zukünftig besser vernetzen.

Die Zukunft des ehemaligen Osram-Geländes

Zudem wurden der Billigungs- und vorbehaltliche Satzungsbeschluss für die Bebauung des ehemaligen Osram-Geländes sowie der Eckdaten- und Aufstellungsbeschluss für ein Gebiet an der Truderinger Straße in Berg am Laim gefasst.

Nachdem Osram seinen Firmensitz in die Parkstadt Schwabing verlagerte, wird der alte Standort an der Hellabrunner Straße neu geordnet. Auf dem bisher gewerblich genutzten Gelände in Untergiesing sollen circa 420 Wohnungen entstehen - 30 Prozent davon gefördert. Neben Wohnungen sind zwei Kindertagesstätten geplant sowie Bereiche für Praxen oder Kanzleien. Die einzelnen Gebäude, zum Mittleren Ring als geschlossene Lärmschutzbebauung, sollen sich mit den angrenzenden Isarauen vernetzen und "wie locker eingestreut ins Grün wirken". 

In der Truderinger Straße könnten in Berg am Laim schlussendlich noch 750 Wohnungen entstehen. Mit dem heutigen Beschluss wurde die Durchführung eines städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs zur Erarbeitung des planerischen Konzepts genehmigt. Der Wettbewerbsprozess soll von einer intensiven Bürgerbeteiligung begleitet werden, etwa über Bürgerworkshops sowie begleitende Informationsveranstaltungen.

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