Tierpark Hellabrunn Rinder geschlachtet: Vier Mitarbeiter durch Schuss verletzt

Eine Banteng-Kuh der Herde in Hellabrunn. Foto: Gundula Lorenz

Mitarbeiter des Tierparks Hellabrunn töten zwei Wildtiere. Dann löst sich ein weiterer Schuss. Vier Personen sind verletzt - jetzt laufen Ermittlungen.

München - Die zwei Bantengs waren schon tot, als die Waffe, die sie ins Jenseits geschickt hatte, sich noch einmal löste.

Am 6. Juli kam es, wie jetzt bekannt wurde, in Hellabrunn zu dem Betriebsunfall. Die zwei Java-Bullen sollten geschlachtet werden, weil sie nicht weitervermittelt werden konnten und Unruhe in die Herde brachten.

Wie bei Wildtieren üblich, kam dabei ein Gewehr aus nächster Nähe zum Einsatz. Wie aus einer Stellungnahme des Tierparks hervorgeht, geschah das Unglück beim Entladen der Waffe: Ein Schuss löste sich, das Projektil schlug auf einem Betonsockel auf. Drei Mitarbeiter wurden von herumfliegenden Betonteilchen nur leicht verletzt, ein vierter Kollege erlitt allerdings ein Knalltrauma und ebenfalls Verletzungen. Er kam daraufhin in ein Krankenhaus.

Der Tierpark meldete den Vorfall den zuständigen Behörden, u.A. der Gewerbeaufsicht und der Berufsgenossenschaft. Nach einer anonymen Anzeige ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt aber wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Schützen.

Zwischenzeitlich war auch der Vorwurf im Raum gestanden, die Vorfälle wären absichtlich verschwiegen worden. Hellabrunn teilt mit, wegen Rufschädigung Anzeige gegen die anonyme Person zu erstatten.

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