Hass und Hetze für den Arsch Hamburger machen aus Hetzkampagnen Klopapier

Goldeimer bezeichnet das Endprodukt als "arschweiches Klopapier aus reinem Hass und Hetze". Foto: Youtube/Goldeimer

Hetz- und Hasskampagnen gab es vor der Bundestagswahl zuhauf und sie verletzten viele Menschen. Die gemeinnützige Organisation "Goldeimer" aus Hamburg hatte die Idee, aus dem Material etwas sinnvolles zu schaffen - Toilettenpapier.

Hamburg - Vor der Bundestagswahl gab es sie in ganz Deutschland - hetzerische Wahlplakate. Mit fremdenfeindlichen Parolen und Slogans wie "Ist der Ali kriminell, in die Heimat aber schnell." (NPD), "Sophie Scholl würde die AfD wählen" (AfD), "Der Islam passt nicht zu unserer Küche." (AfD) oder "Maria statt Scharia" (NPD) versuchten bestimmte Parteien Werbung für ihre Politik zu machen.

Die gemeinnützige Organisation "Goldeimer, die sich weltweit für den Zugang zu sanitären Anlagen einsetzt, hatte eine Idee, wie man aus diesen Wahlkampfplakaten und Flyern nach der Bundestagswahl etwas Sinnvolles für Jedermann schaffen könnte. Und so wird aus dem ganzen Material einfach "Scheisspapier - Aus Hass und Hetze wird Klopapier."

Aber das Wahlkampfmaterial darf nicht einfach gesammelt und zerschreddert werden, das wäre schließlich illegal. Die Lösung ist denkbar einfach, wie "Goldeimer" auf scheisspapier.de erklärt: "Wir sind für die demokratische Parteienvielfalt. Die Aktion richtet sich nicht gegen eine bestimmte Partei. Sie ruft natürlich nicht zum Diebstahl von Info-Material auf und auch nicht zur Zerstörung von Wahlplakaten oder von Info-Ständen von Parteien. Das ist strafbar. Müllsammeln nicht. Es geht ausschließlich darum, ein Zeichen gegen Hetze und Hass zu setzen."

Deshalb sammelte die Organisation den Müll von Wahlkampf-Veranstaltungen und Demos aus ganz Deutschland, in dem sie einfach mit Mülltonnen durch die Veranstaltungen liefen und die Menschen darum baten, ihren Müll zu entsorgen.

Bisher sind mehrere Tausend Euro an Spenden zusammengekommen, die dem Verein CURA zugute kommen. CURA ist ein Opferfond, der seit 2004 Betroffene rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalt unterstützt.

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