Halle in Langwied Werkstatt der Deutschen Bahn: Ein Boxenstopp für Züge

In der neuen Halle der Deutschen Bahn sollen pro Tag 25 Züge gewartet und repariert werden. Foto: Petra Schramek

In einer topmodernen Halle an der S-Bahn-Haltestelle Langwied werden ab sofort Regionalzüge gesäubert, überholt, repariert. Die neue Zug-Werkstatt der Deutschen Bahn kostete 50 Millionen Euro. 

Langwied - Sie nennen es: Boxenstopp für Züge. Hier werden Regionalzüge zügig wieder fit gemacht – gesäubert, überholt und repariert. Wenn möglich in nur drei Stunden. Die Deutsche Bahn hat gestern an der S3-Haltestelle Langwied ihre neue Zugwerkstatt eröffnet. Investitionskosten: 50 Millionen Euro. Die 207 Meter lange und 56 Meter breite, topmoderne Halle in der Bergsonstraße 115, hat eine Fußboden-Heizung und fünf Gleise.

Die neue Zug-Werkstatt ersetzt das mehr als 70 Jahre alte frühere Bahnbetriebswerk Pasing, ein Backsteinbau, ca. 400 Meter entfernt. Die neue Halle ist nun mit Oberleitungen ausgestattet, so dass die Regio-Züge für Wartung und Reparatur selbst hineinfahren können. „Also deutlich leiser als bisher“, teilt dazu die Deutsche Bahn mit.

150 Züge werden alle zwei Wochen gewartet

Fest installierte, vier Meter hohe Dacharbeitsbühnen, ermöglichen, dass Züge auf mehreren Ebenen gleichzeitig kontrolliert werden können. Die Züge sind dadurch kürzer in der Werkstatt – und schneller für den regulären Bahnbetrieb verfügbar. Klaus-Dieter Josel, DB-Konzernbevollmächtigter in Bayern, äußerte sich zufrieden, dass die energieeffiziente Werkstatt dem aktuellen Stand der Technik entspricht und auf die Ansprüche der Digitalisierung vorbereitet sei.

25 Züge pro Tag sollen die neue Halle durchlaufen können, so dass bald mehr als 150 Züge, ungefähr im Zwei-Wochen-Rhythmus gewartet werden. Davon profitieren vor allem die Fahrgäste. In den nächsten Monaten wird die Deutsche Bahn im Münchner Westen 150 Mitarbeiter einlernen – und an der neuen Anlage schulen. 

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