Hachings wieder im Profi-Volleyball Paduretu im AZ-Interview: "Endlich ein bisschen Gerechtigkeit"

Mihai Paduretu ist Sportdirektor der Hypo Tirol AlpenVolleys Haching. Foto: dpa

Mihai Paduretu über Hachings Rückkehr in den Profi-Volleyball und das Herrsching-Spiel. "Die Generali-Haching-Geschichte war schön, aber sie ist nun beendet", sagt der Sportdirektor der Hypo Tirol AlpenVolleys Haching.

Unterhaching - Der 50-Jährige gebürtige Rumäne trainierte Generali Haching von 1997 bis zum Bundesliga-Aus 2014. Bei den Hypo Tirol AlpenVolleys Haching ist er Sportdirektor.

AZ: Herr Paduretu, am Mittwoch (20 Uhr, Bayernwerk Sportarena) kehrt Spitzen-Volleyball nach Unterhaching zurück: Die Hypo Tirol AlpenVolleys Haching, die aus einer Kooperation zwischen Innsbruck und dem TSV Unterhaching entstanden sind, tragen Ihr erstes Heimspiel in Unterhaching aus. Gegner im Pokal ist der TSV Herrsching. Bei Ihnen als Hachinger Urgestein: Wie sehr kribbelt es vor der Rückkehr?
MIHAI PADURETU: Seit unserem letzten Bundesligaspiel in Unterhaching, dem Halbfinale 2014 gegen Friedrichshafen, sind jetzt dreieinhalb Jahre vergangen. Die Generali-Haching-Geschichte war schön, aber sie ist nun beendet. Dieses Jahr beginnt eine neue Geschichte mit den AlpenVolleys, und wir hoffen, dass die genauso erfolgreich sein wird – oder sogar noch mehr. Wir alle freuen uns sehr drauf.

Für Sie persönlich ist das sicherlich eine Genugtuung.
Ja, denn den Abschied vor dreieinhalb Jahren hatten wir nicht verdient. Durch die Kooperation mit Innsbruck erfahren wir ein bisschen Gerechtigkeit.

Spüren Sie bereits eine große Vorfreude in Unterhaching?
Viele freuen sich auf das neue Projekt. Natürlich gibt es auch ein paar Leute, die das nicht in Ordnung finden, aber das ist immer so. Ich sehe es einfach so: Für den Volleyball ist das eine super Sache, gerade weil es im Großraum München auch schwer ist, Sponsoren zu finden (Haupt-Geldgeber und Geschäftsführer des neuen Klubs ist der Innsbrucker Hannes Kronthaler, d.Red.).

Paduretu: "Wir sind absolut im Soll"

Was können Sie den Zuschauern fürs erste Heimspiel in Unterhaching versprechen?
Es wird ein schönes Spiel mit vielen Emotionen. Mit Tom Strohbach und Ferdinand Tille sehen wir zwei ehemalige Spieler und Publikumslieblinge wieder, die nun für Herrsching spielen. Wir erwarten rund 1.000 Zuschauer.

Das Projekt AlpenVolleys läuft nun seit dem Frühjahr, im Oktober hat die Bundesliga-Saison begonnen. Wie fällt Ihr erstes Fazit aus?
Mit drei Siegen aus vier Spielen und Tabellenplatz 3 sind wir absolut im Soll. Der Erfolg am Sonntag gegen Düren (3:2 nach Sätzen, d.Red.) hat der Mannschaft viel Selbstvertrauen gegeben. Unser Ziel in diesem Jahr, Platz fünf, ist realistisch. Auch die Zusammenarbeit mit Innsbruck, wo ja der Hauptsitz unseres Teams ist, klappt wunderbar.

Am Mittwoch geht es im Pokal-Derby gegen Herrsching, bevor es am Samstag (19 Uhr, Nikolaushalle) in Herrsching zur Revanche in der Bundesliga kommt. Wie ist Ihr Verhältnis zu Herrsching, die sich ja selbst "Geilster Club der Welt" nennen?
Wir sind sportliche Rivalen, aber unser Verhältnis ist gut. Um im Volleyball voranzukommen, müssen alle Vereine gut zusammenarbeiten.

Wer ist der Favorit?
Ich glaube, dass die beiden Mannschaften ungefähr gleich stark sind. Die Tagesform wird in den beiden Spielen entscheiden.

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