Gutachten in Auftrag CSU-nahe Stiftung zahlte Volksmusikpreis mit Nazi-Vermögen

dpa, 11.11.2012 14:11 Uhr

Die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung finanziert laut einem Medienbericht ihren Volksmusikpreis bis heute aus dem Erbe zweier Nationalsozialisten der ersten Stunde.

München – Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, erbte die Stiftung in den 80er Jahren das Geldvermögen und ein Anwesen am Starnberger See von Max und Maria Wutz. Nach Informationen des Magazins gehörte das Ehepaar zu den ersten Unterstützern Adolf Hitler.

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Ein Sprecher der Stiftung sagte am Sonntag, dass der Stiftung bislang unbekannte historische Quellen – zurückgehend bis in die 1920er-Jahre – eine neue Ausleuchtung der Vergangenheit der Familie Wutz verlangten. Diese solle durch ein unabhängiges Gutachten vorgenommen werden, aus dem Schlüsse zu ziehen seien. Bis zur Vorlage des Gutachtens werde es keine weiteren Preisverleihungen geben.

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Kommentare (2)
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NOV
13
Lady, 09:22 Uhr

Volksmusikpreis aus 'Nazi-Geld'

Es wäre doch wenigstens posthum eine schöne Strafe, wenn der Preis künftig Rappern verliehen würde, die gegen Neonazis aufstehen! Dann würden die 'edlen Spender' im Grab rotieren!!

NOV
11
Klaus Leeb, vogelfrei in ER, 22:47 Uhr

Und was können jetzt

die Preisträger dafür? Wenn der Preis nicht Wutz-Preis heißt, und die Rezipienten nicht Neonazis sein müssen, dann fällt keinem ein Stein aus seiner demokratischen Krone (ich weiß, ein Widerspruch in sich). Schließlich gilt seit 2000 Jahren: pecunia non olet. Pfui Deibel!