Großaufgebot 16 Stunden lang vor Ort Bilder: Feuerwehr mit Marathon-Einsatz in Schwabing

, aktualisiert am 01.11.2017 - 14:03 Uhr
Bilder vom Feuerwehreinsatz in der Schwabinger Hesseloherstraße. Hier geriet Dämmmaterial in Brand, die Einsatzkräfte waren stundenlang im Einsatz. Foto: T. Gaulke

Den ganzen Dienstag über war die Münchner Feuerwehr an einem Haus in Schwabing im Einsatz. Der Grund: Brennendes Dämmmaterial.

Schwabing - Glücklicherweise löste am Dienstagmorgen ein Rauchmelder im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses in der Hesseloherstraße aus. Durch den Alarm konnte wohl noch Schlimmeres verhindert werden.

Einsatz vom frühen Morgen bis nach Mitternacht

Anwohner riefen gegen 7:45 Uhr die Feuerwehr, die beim Eintreffen die entsprechenden Wohnungen kontrollierten. Allerdings konnten die Einsatzkräfte nicht die Ursache für die Rauchentwicklung im vierten Stock finden. Erst nach einer weiteren halben Stunde fanden sie dann den Grund für den Rauch: Dämmmaterial in einer Dehnfuge zwischen zwei Gebäuden war in Brand geraten – innerhalb kürzester Zeit hatte sich das Feuer über eine große Fläche ausgebreitet. Daneben konnte die Feuerwehr stark erhöhte Kohlenmonoxid-Werte messen.

Im Anschluss wurden sämtliche Bewohner der betroffenen Häuser evakuiert und alle Wohnungen kontrolliert. Der Brandherd war kompliziert zu erreichen, weswegen sich die Löscharbeiten als "extrem schwierig und zeitaufwendig" gestalteten, wie die Feuerwehr berichtet. Denn sämtliche Brandherde mussten ausfindig gemacht und dann gelöscht werden. Schon nach kurzer Zeit wurde klar, dass dieser Einsatz länger andauern würde. Deswegen wechselten sich die Einsatzkräfte in regelmäßigen Abständen ab – teilweise waren bis zu 60 Feuerwehrleute vor Ort.

Drei Wohnungen sind unbewohnbar

Bis in den frühen Abend war die Feuerwehr damit beschäftigt, die Brandherde zu finden und abzulöschen. Erst gegen Mitternacht konnten sämtliche Bereiche mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und anschließend wieder freigegeben werden. Während des Einsatzes mussten die Bewohner die betroffenen Gebäude verlassen – zeitweise waren davon bis zu 47 Personen betroffen.

Die Feuerwehr musste die Wände in mehreren Wohnungen aufbrechen, damit das Löschwasser in die Dehnfuge fließen konnte. Zudem wurde mit Räumhaken versucht, Teile der brennenden Dämmung zu entfernen. Für die bessere Durchdringung versetzte die Feuerwehr das Wasser mit einem Schaummittel – das Wasser lief über sämtliche Stockwerke nach unten ab und sammelte sich in der Tiefgarage. Die entstandenen hohen Schaumberge wurden von den Einsatzkräften dann auf die Straße gebracht.

Drei der Wohnungen sind vorübergehend nicht mehr bewohnbar – die Mieter kommen bei Freunden und Bekannten unter. Doch damit war der Einsatz für die Feuerwehr noch nicht beendet. Noch die ganze Nacht über waren die Einsatzkräfte mit der Nachsicht der entsprechenden Bereiche beschäftigt. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen, über die Schadenshöhe kann die Feuerwehr aktuell noch keine Angaben machen.

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