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Griechenland Griechenland plant eigenen Sparkommissar

dpa, vom 02.02.2012 11:46 Uhr
Athen hatte vergangene Woche die von Berlin geforderte Einsetzung eines europäischen Sparkommissars zur Überwachung seines Haushaltes strikt abgelehnt. Foto: Oliver Berg Foto: dpa
Athen hatte vergangene Woche die von Berlin geforderte Einsetzung eines europäischen Sparkommissars zur Überwachung seines Haushaltes strikt abgelehnt. Foto: Oliver Berg Foto: dpa

Angesichts der dramatischen Finanzlage will Athen nach übereinstimmenden griechischen Presseberichten nun einen eigenen Sparkommissar einsetzen.

Athen - Dieser solle umfangreiche Befugnisse haben und im Falle von Abweichungen vom Sparkurs neue harte Maßnahmen anordnen können. Darunter seien die sofortige Kürzung von Renten, Schließung staatlicher Betriebe oder Erhöhung der Beiträge der Arbeitnehmer an Rentenkassen und Versicherungen. Die Entscheidung solle in Kürze fallen, berichtete das griechische Fernsehen.

Demnach soll künftig der Generalsekretär des Finanzministeriums, Ilias Plasovitis, in der neuen Rolle des Sparkommissars die Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) über den Werdegang der griechischen Sparmaßnahmen informieren. Plasovitis ist der ranghöchste Beamte im Ministerium. Die sogenannte Troika prüft zurzeit die Bücher in Athen, ihr positives Urteil ist Voraussetzung für die Gewährung weiterer Finanzhilfen der europäischen Partner.

Das griechische Finanzministerium wollte die Informationen weder bestätigen noch dementieren. Athen hatte vergangene Woche die von Berlin geforderte Einsetzung eines europäischen Sparkommissars zur Überwachung seines Haushaltes strikt abgelehnt.

Der griechische Ministerpräsident Lucas Papademos wollte an diesem Freitag die Vorsitzenden der Parteien, die seine Regierung unterstützen (Sozialisten, Konservative und eine kleinere rechtsgerichtete Partei) informieren. Zusätzliche Sparmaßnahmen in Höhe von 4,4 Milliarden Euro stünden an, hieß es in Medienberichten.

Die Experten der "Troika" wollen an diesem Wochenende den Geldgebern einen ersten Bericht zur Lage in Griechenland übermitteln. Wenn die Experten kein grünes Licht geben, wird Griechenland bis zum 20. März zahlungsunfähig sein. Dann müssen 14,4 Milliarden Euro griechische Schulden abbezahlt werden. Die Staatskassen sind leer.

Kommentare (4)
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FEB
03
16:08 Uhr, geschrieben von Alf
Die EU
In der EU leben 500 Millionen Menschen, in Grichenland gerade mal soviel wie in Bayern also 10 Millionen, oder 2% und schon gehts mit der EU Bergab - man möchte esicht glauben ;-)
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FEB
03
13:14 Uhr, geschrieben von Münchner
Griechenland IST pleite!
Wir sollen es nur noch nicht erfahren. Ob Sparkommisar oder nicht, Troika oder keine - das Land ist fertig; wir erfahren das nur in der Az (noch) nicht. Andere Quellen sind da weniger vorsichtig. Die EZB plant, 10 Billionen !!! Euro auszugeben !!! Das ist der letzte Verzweiflungsschlag nach dem Motto "nun ist das auch schon egal". Wartet es mal ab, was Anfang März passiert . . .
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FEB
03
08:36 Uhr, geschrieben von Pattaya 5
Griechenland plant eigenen Sparkommissar
Mit der Tätigkeit der angeblichen "Experten" der Troika sollen die europäischen Steuerzahler, insbesondere die DEUTSCHEN, nur beruhigt bzw. für dumm verkauft werden. Obwohl Griechenland seit 2 Jahren pleite ist, werden - trotz objektiv und eindeutig negativer Erkenntnisse der Troika - weitere Milliarden nach Griechenland, einem Faß ohne Boden, fließen. Die Tätigkeit der sog. "Troika" ist langsam nur noch peinlich und deren vermeintliche "Ergebnisse" nur unglaubwürdig. Unabhängig v. Ergebnis der angebl. "Überprüfung" fließen nämlich weitere Milliarden nach Griechenland.
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