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Griechenland Athen: Mit Tränengas gegen Demonstranten

Christoph Maier, vom 07.02.2012 14:32 Uhr
Am Rande einer Demonstration von rund 10 000 Menschen gegen das harte Sparprogramm der griechischen Regierung ist es am Dienstag in Athen zu kleineren Zwischenfällen gekommen. Foto: dpa

Eine von zwei Demonstrationen mit 6.000 Teilnehmern verlief friedlich, bei der zweiten mit bis zu 8.000 Teilnehmern kam es vor dem Parlamentsgebäude zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Athen - Bis zu 14.000 Menschen haben nach Polizeiangaben am Dienstag in Athen abermals gegen die Sparmaßnahmen der Regierung protestiert. Eine von zwei Demonstrationen mit 6.000 Teilnehmern verlief friedlich, bei der zweiten mit bis zu 8.000 Teilnehmern kam es vor dem Parlamentsgebäude zu Zusammenstößen mit der Polizei. Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas gegen hunderte Demonstranten vor, die die Absperrungen vor dem Gebäude durchbrechen wollten. Festnahmen oder Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.

Ein Generalstreik legte unterdessen landesweit den Zug- und Fährverkehr lahm. Viele Schulen und Banken blieben geschlossen, staatliche Krankenhäuser hielten nur einen Notbetrieb aufrecht.

Nach Verzögerungen bei den Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und ihren internationalen Gläubigern wollten die Vorsitzenden der Parteien, die die Übergangsregierung stützen, am Dienstag mit Ministerpräsident Lucas Papademos über die von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) geforderten weiteren Einkommenskürzungen und Stellenstreichungen beraten. Dazu zählt auch eine Kürzung des Mindestlohns von bislang 750 Euro. Sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitgeberverbände haben sich dagegen ausgesprochen. EU-Kommissionssprecher Amadeu Altafaj Tardio sagte am Montag, Griechenland habe die Frist zur Beendigung der Gespräche bereits überschritten.

Bislang stimmte die griechische Regierung den Forderungen von IWF, Europäischer Zentralbank (EZB) und EU zu, in diesem Jahr 15.000 Stellen im öffentlichen Dienst abzubauen, die Ausgaben um 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken, die Wettbewerbsfähigkeit durch Lohnkürzungen und Senkung der Lohnnebenkosten zu steigern und die Kapitaldecke der griechischen Banken zu erhöhen, ohne sie zu verstaatlichen.

„Dem griechischen Volk wird ein hoher Druck auferlegt“, sagte Finanzminister Evangelos Venizelos in einer Pause der Verhandlungen mit den Schuldeninspekteuren am späten Montagabend. „Griechenland zu retten wird hohe soziale Kosten und Opfer mit sich bringen“, erklärte er. Sollten die Verhandlungen scheitern, würde ein Staatsbankrott aber zu noch höheren Opfern führen, sagte der Minister.

Kroes: Austritt aus Eurozone keine Katastrophe

EU-Internetkommissarin Neelie Kroes erklärte am Dienstag in der niederländischen Zeitung „De Volkskrant“, ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone wäre keine Katastrophe. Es werde immer gesagt, dass beim Austritt eines Landes die gesamte Struktur zusammenbrechen werde. „Aber das ist einfach nicht wahr“, sagte sie.

Griechenland nahm unterdessen bei einer Auktion von Staatsanleihen mit 26-wöchiger Laufzeit 812 Millionen Euro ein. Die Zinsen betrugen 4,86 Prozent, etwas weniger als bei einer ähnlichen Auktion vor einem Monat, als der Zinssatz bei 4,90 Prozent lag. Die Auktion war 2,72-fach überzeichnet.

 

Kommentare (2)
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FEB
07
18:25 Uhr, geschrieben von Demokrat
Der Grieche
findet es halt nicht so lustig, wenn er auf einmal Steuern zahlen muss, nicht mit 50 in Rente gehen kann und keine Rente mehr für verstorbene Angehörige bezieht. Kann man ja irgendwo verstehen, nur sollten sich alle Griechen so langsam mal an die normale Welt gewöhnen. Die Zeit, in der der niedrigste Staatssekretär ein höheres Gehalt bezog als Angela Merkel, ist endgültig vorbei.
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FEB
07
16:35 Uhr, geschrieben von Dorke
Wahnsinn
da werden deutsche Fahnen verbrannt und Deutsche Bürger als Nazis beschimpft...danke Deutsches Fernsehen.kein Wunder wenn man 67 Jahre tagtäglich Hetztfilme über Deutschland sieht.Das gibt es NIRGENS.Und das nenne ich griechische Dankbarkeit-Milliarden/700) von Deutschland kassiert und dann?Da geht kein Deutscher auf die Strasse,wenn wir beleidigt werden...andere Länder denken National und würden sich dies nicht bieten lassen....
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