Grausiger Fund in Ottobrunn Bauch aufgeschlitzt: Katze brutal getötet

Da war Sammy noch ganz klein. Sie ist nur vier Jahre alt geworden. Foto: privat

Eine Spaziergängerin findet Sammy am Straßenrand – mit abgeschnittenem Schwanz und eingeschlagenem Schädel. Die Polizei sucht den Tierquäler.

München - Beim Gassigehen mit ihrem Hund machte eine Spaziergängerin in Ottobrunn den grausigen Fund. Am Waldrand in der Röntgenstraße lag eine tote Katze. Allerdings war das Tier offensichtlich nicht von einem Auto erwischt worden, sondern einem Tierquäler in die Hände geraten.

Als der Hund anschlug, schaute die Spaziergängerin nach, was er da hatte. Unter einer Decke fand sie dann das Tier: der Bauch aufgeschlitzt, der Schädel eingeschlagen und der Schwanz abgeschnitten.

Die Spaziergängerin alarmierte daraufhin die Polizei, die Beamten schalteten zudem den Haustierverein Tasso ein. Der ermittelte die Besitzer. Das ermordete Kätzchen stellte sich als die vierjährige Sammy heraus, sie gehörte zu der Familie von Daniela Prael. Schwarzes Fell und ganz gelbe Augen hatte sie. Sammy wohnte gar nicht weit vom Fundort. Weil dort zu wenig Blut war, gingen die Polizeibeamten allerdings zunächst von einem anderen Tatort aus. Demnach muss Sammys Mörder sie nach der Tat dort am Waldrand platziert und zugedeckt haben.

"Sie war sehr zutraulich und ein kinderliebes Tier", erzählt Sammys Frauchen, die sich langsam von ihrem Schock erholt und erinnert sich: "In der Nacht auf den 3. November ist sie verschwunden. Ich dachte erst, sie ist vielleicht von einem Auto überfahren worden. Damit wäre ich wenigstens besser klargekommen als mit dieser Geschichte."

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. "Ich glaube nicht, dass sich das gegen uns persönlich gerichtet hat – dann hätte man sie wohl vor die Tür gelegt. Da war einfach ein Tierquäler am Werk", vermutet Daniela Prael.

Sammy ist nicht das erste Opfer von Tierquälern in München

Rechtlich gesehen fällt die Tat unter Sachbeschädigung – Tierschützer kritisieren diese Gleichstellung von Tieren und Dingen immer wieder. Allerdings greift hier auch das Tierschutzgesetz. Tierquälerei kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden. Die tote Sammy kam zunächst in die Kühlkammer des Krematoriums am Tierheim Riem. Jetzt wird Familie Prael sie beerdigen.

In der Münchner Umgebung kam es bereits in der Vergangenheit zu brutalen Attacken durch Tierquäler auf Katzen. So wurde 2015 eine ältere Katzendame im Hasenbergl von einer unbekannten Person augenscheinlich so stark getreten, dass ihr Hinterbein nur noch lose am Rumpf hing. Die Katze konnte damals nicht mehr gerettet werden.

2010 quälte ein 73-Jähriger in Moosach eine in einen Marderkäfig gesperrte Katze mit einem Wasserschlauch zu Tode.

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