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Gladbacher Neubeginn? Bayern-Kapitän Effenberg und die totale Revolution

Abendzeitung, vom 29.04.2011 00:00 Uhr
Will die Macht in Gladbach und kämpft um den Job des Sportreporters: Ex-Bayern-Kapitän Stefan Effenberg. Foto: az
Will die Macht in Gladbach und kämpft um den Job des Sportreporters: Ex-Bayern-Kapitän Stefan Effenberg. Foto: az

In Mönchengladbach regt sich Widerstand gegen Umsturzpläne des Ex-Profis

MÖNCHENGLADBACH Auf der Jahreshauptversammlung am 29. Mai tritt Stefan Effenberg als Kandidat der „Initiative Borussia” an, um die Mönchengladbacher Führungsriege um Präsident Rolf Königs, Vize Rainer Bonhof und Sportdirektor Max Eberl zu stürzen. Soweit der Plan.

Das Problem allerdings: Effenberg hat kaum Rückhalt im und um den Verein. Das Fanprojekt Mönchengladbach etwa, die wichtige Dachorganisation aller Fans, äußerte sich äußerst kritisch zu den Plänen von Effenbergs Opposition: „Niemand will die totale Revolution, die breite Mehrheit war auf unserer Jahreshauptversammlung gegen die Initiative”, sagt Sprecher Matthias Neumann. „Wir Fans wollen nur, dass die aktuellen Verantwortlichen kritisch hinterfragen, warum es schon seit Jahren eine solche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit gibt.”

Der Missmut der Fans stört Effenberg allerdings kaum: „Wir gehen da mit voller Überzeugung ran und sind felsenfest davon überzeugt, dass wir den Sieg einfahren werden”, sagte er bei „Sky”. „Fakt ist, dass mehr sportliche Kompetenz in den Verein hereinkommt. Und wir haben noch ein paar Leute dabei, die in Zukunft vorgestellt werden.”

Dazu soll – wahrscheinlich – auch Borussia-Urgestein (184 Bundesliga-Einsätze) Horst Köppel gehören. „Ich brauche noch etwas Zeit, um mir das zu überlegen – ob ich grundsätzlich dabei bin und wenn ja, in welcher Position.”

Einen weiteren Unterstützer hat Effenberg in Toni Polster, der ganz im Stile des Frontmanns gegen die aktuelle Borussen-Führung ätzt: „Viele Funktionäre denken, dass sie nach kürzester Zeit in der Bundesliga über große Kompetenzen verfügen. Aber wer einmal ein Omelett gemacht hat, ist auch kein Gourmet-Koch.”
Der Österreicher hat schon klare Vorstellungen, wie er helfen kann: „Ich bin Trainer, und mein Ziel ist es, in die Bundesliga zurück zu kommen.”

Kommentare (1)
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APR
28
23:06 Uhr, geschrieben von Stephan
Effe und Co
Ich habe mir die letzten tage viele Gedanken über das gesamte Thema gemacht. Mittlerweile verspielt die Initiative allerdings jeglichen Respekt zumindest bei mir. Die Äusserungen von Stephan Effenberg inkl. seines "Fanbriefes" sind inhaltslos. Sein Verhalten und seine Kommentare bei Sky zu "seiner" Borussia waren für jeden Borussenfan beschämend. Wenn er etwas bewegen will, dann ist esseit Dienstag höchste Zeit Details zu benennen, aber nicht solche, dass er Dante und Reuss halten möchte. Die Initiative braucht "Nichts" geheimhalten, denn es kann ja keiner kommen und sagen wir würden das genauso machen, denn zeit genug hatte der alte Vorstand ja. Heute gipfelt das ganze dann darin das sich Toni Polster als Trainer anbiedert, obwohl wir mit Lucian Favre einen Trainer bekommen haben, dessen Handschrift in den letzten Wochen eindeutig zu erkennen war. Ich möchte die Herren Königs, Bonhof und Eberl nicht in Schutz nehmen, aber Rainer Bonhof hat sich als einer der wenigen Borussen getraut Verantwortung zu übernehmen, mit Sachverstand und ohne Eigeninteresse. Max Eberl hat sicherlich keine glückliche Hand bewiesen mit dem Festhalten an Michael Frontzeck, doch die letzten Verstärkungen zeigen das er auf dem richtigen Weg ist. Herr Königs hat großen Anteil das Borussia finanziell solide dasteht, ich wünschte mir er würde von sich aus einen würdigen Abgang vorbereiten. Wenn der Initiative und Stefan Effenberg die Borussia so am Herzen liegt, dann sollte man Mann genug sein und sich mit dem jetzigen Vorstand treffen, diese Dinge besprechen und mit offen Karten spielen. Auch das scheint nicht passiert zu sein und bringt mich dazu, der Intiative, Stephan Effenberg und Co nicht zu trauen !
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