Der treue Familienhund „Hachiko“ ist durch einen Giftköder gestorben. Das Risiko lässt sich jedoch durch vorausschauendes Handeln minimieren.

Fürstenried - Ausgelegte Giftköder, mit Nägeln und Klingen präparierte Wurststücke und Knochen können für Hunde tödlich sein. Auch für den Akita-Hund „Hachiko“ kam jede Hilfe zu spät: Vor zwei Tagen musste er in der Tierklinik eingeschläfert werden. Beim Spaziergang in Fürstenried hatte er einen mit Rattengift versetzten Köder gefressen (AZ berichtete).

Hundebesitzer müssen aber nicht in Panik verfallen. Klar, wenn der Hund bereits Gift aufgenommen hat, hilft nur noch der sofortige Gang zum Tierarzt. Die Halter sind der Giftköder-Bedrohung aber nicht völlig machtlos ausgeliefert. Sie können im Vorfeld einiges tun, um das Vergiftungsrisiko zu reduzieren.

Darauf sollten Hundefreunde beim Gassigehen besonders achten: Die Münchner Tierärztin Tina Hölscher weiß Rat: „Die Halter sind hier gefragt: Wenn ein Hund nicht folgt, ist ein Maulkorb aus Metall oder Kunststoff ratsam, durch den er wirklich nichts aufnehmen kann. Sie sollten auch nicht mit einem hungrigen Hund losziehen – wobei Giftköder-Gegenden zu meiden sind. Falls es nicht anders geht, sollte der Hund dort nur angeleint unterwegs sein.“

Auch Leckerlis sollte der Halter als Belohnung immer dabei haben. „Damit lässt sich das Folgen üben. Der Hund frisst dann nicht gleich alles, was auf dem Boden liegt“, sagt die Tierärztin. Bei allen Vorsichtsmaßnahmen kann es aber leider keine hundertprozentige Sicherheit für die Zamperl geben. Die Familie von „Hachiko“ hat das sehr schmerzlich erfahren müssen.