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Gesundheit in München Was das Klinikum lähmt

Rudolf Huber, vom 22.12.2011 17:34 Uhr
Gehört zum Verbund der Städtischen Kliniken GmbH: das Schwabinger Krankenhaus.  Foto: imago
Gehört zum Verbund der Städtischen Kliniken GmbH: das Schwabinger Krankenhaus. Foto: imago
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Die städtischen Kliniken? Sind ein Sanierungsfall. Unter den Folgen leiden jetzt die Angestellten – die sogar schon von Patienten bemitleidet werden. Sie fühlen sich als Spielball der Politik

MÜNCHEN Diese Situation ist beschämend: Mitarbeiter des Städtischen Klinikums müssen sich mittlerweile am Arbeitsplatz und sogar im Privatleben bemitleiden lassen – wegen ihres Arbeitgebers. „Ihr seid zum Spielball der Politik geworden“ – diesen bedauernden Satz kennt etwa die Neuperlacher Krankenschwester Gabriele Vogler nur zu gut. Sie sagt dazu: „So geht das nicht weiter.“

Seit letztes Jahr der Klinik-Skandal hochgekocht ist und seit die Öffentlichkeit in regelmäßigen Abständen mit neuen Informationen zur früherer Misswirtschaft und zu riesigen Deckungslücken bei der städtischen Gesellschaft versorgt wird, fühlt sich das Personal – immerhin 8700 Beschäftigte – einem Spießrutenlaufen ausgesetzt.

Den Personalvertretern wie Gabriele Vogler oder Gesamtbetriebsratschef Erhard Reinfrank oder Aufsichtsrats-Mitglied Gerhard Schwarzkopf missfällt das gewaltig. „Wir haben beim Städtischen Klinikum ein tolles Team“, sagt Reinfrank. „Management und Beschäftigte, die für die Situation gar nichts können, werden durch die täglichen Berichte total verunsichert.“

Ihr Appell, der gestern von der Gewerkschaft Verdi unterstützt und verstärkt wurde: „Die Städtischen Kliniken dürfen nicht zum Spielball kommunal- und landespolitischer Auseinandersetzungen werden.“ Verdi-Bezirkschef Heinrich Birner betonte: „Uns treibt die Sorge um, dass das Vorwahlkampf-Getöse und die Versuche, alles, was mit dem Klinikum zusammen hängt, zu skandalisieren, Patienten und Beschäftigte verunsichert.“

Verdi-Landesfachbereichsleiter Dominik Schirmer beklagte, die Geschäftsführung komme vor lauter Stadtrats-Anfragen kaum zum wichtigsten Aspekt ihrer Arbeit: nämlich die Sanierung voran zu bringen.

Dass da was geht, dass die Geschäftsführung auf einem guten Weg ist, wenn man sie machen ließe – davon sind die Arbeitnehmervertreter und die Gewerkschaft überzeugt.
„Wir begleiten das Sanierungskonzept kritisch, aber konstruktiv“, so Krankenschwester und Vertrauensfrau Gabriele Vogler.

Extrem kontraproduktiv seien die permanent eintrudelnden Stadtratsanfragen, deren Zielsetzung jeweils recht leicht zu erkennen ist: Wahlweise sollen, je nach Absender, dem früheren Team der 2005 gegründeten GmbH oder dem bis dahin zuständigen Gesundheitsreferat Fehler und Versäumnisse nachgewiesen werden. Reinfrank: „Eine Mitarbeiterin war gerade zwei Tage mit der letzten Anfrage beschäftigt. Das lähmt beim Weg nach vorne.“

„Das Konzept ist erfolgversprechend“, so Cäcilie Weis, Aufsichtsrätin und Betriebsrätin in Bogenhausen. „Auch die Beschäftigten wollen, dass der Sanierungsprozess startet.“ Zehn Maßnahmenpakete sind schon geschnürt. Weis: „Wir beteiligen uns alle aktiv, weil wir die Zukunft der Gesellschaft sichern wollen. Und wir glauben, dass wir das auch schaffen.“

Zuversichtlich macht die Beschäftigten auch das neue Führungsteam, das die Probleme „ohne Tunnelblick“ angehe. „Effektiv und wirtschaftlich“ solle das Unternehmen handeln, fordert Aufsichtsrat Schwarzkopf, das vorhandene Optimierungspotenzial müsse ausgeschöpft werden. Dann gehe es auch erfolgreich weiter.

Kommentare (7)
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JAN
07
22:08 Uhr, geschrieben von Dr. Kongo
Entnazifiert endlich die Medizin, dann gibts auch keinen Fachkräftemangel
Zitat aus Wikipedia: "Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und dem damit einhergehenden Ende der nationalsozialistischen Herrschaft wurde die Vergangenheit der Krankenpflege lediglich innerhalb der wegen der Beteiligung Einzelner an der Massenvernichtung stattfindenden Gerichtsprozesse thematisiert. Massiver Pflegekräftemangel und der Wiederaufbau von Pflegestrukturen in den zerstörten Krankenhäusern wie auch die personell kaum zu bewältigende Versorgung der Kriegsopfer und der Flüchtlingsströme verhinderten eine effektive Entnazifizierung. Fragen nach der Zugehörigkeit zu einem nationalsozialistischen Schwesternverband oder nach der beruflichen Tätigkeit während des Nationalsozialismus wurden selten gestellt. Das Rollenbild und das Selbstverständnis orientierten sich bis in die 1960er an den Idealen der Vorkriegszeit, die pflegerische Tätigkeit wurde als Berufung und als Wesenserfüllung der Frau betrachtet.[45]"
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DEZ
27
11:54 Uhr, geschrieben von ....
...
Koennten Sie mal diese Schwesterhelferin beauftragen dass Sie hier in Rom jemand aufraeumt, wenn Sie wuessten was das fuer ein Katastropheist, das koennen Sie sich in Deutschland gar nicht vorstellen, wer da Manager sind und noch schlimmer Vorsitzende von Einrichtungen die vom oeffentlichen Gesundheitswesen leben, z. B. Guido Petrocelli der abgef... verkrachteste und korrupteste Anwalt Italiens, man sollte mal das Rote Kreuz oder Amnesty International hierher bestellen, nur weiss man ja wie sowas dann laeuft, (siehe KZ), die hygienischen Bedingungen sind schlimmer wie in der dritten Welt, die Ignoranz und die Versorgung allgemein, ein Schlachtfeld, die Situation des italienischen Gesundheitssystem kommt Voelkermord gleich.
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DEZ
24
15:30 Uhr, geschrieben von Kerzenschein
Therapie notwendig
Schwesterpfleger hat recht: Der Stadtrat ist angewiesen auf genaue Krankengeschichte, gute Röntgenbilder und korrekte Laborwerte, insbesondere wenn er eine eventuell notwendige außerplanmäßige durchaus mit kritischen Nebenwirkungen behaftete Therapie der im Siechtum befindlichen Klinikum München GmbH mit einer Bolus Infusion von 100Mio Einheiten Euroxol forte durchzuführen hat und wenn auf Grund mangelhafter Laborwerte und überbelichteter Röntgenbilder trotz der für jeden sichtbaren positiven fleissigen Zirkulation der weissen, hellblauen und hellgrünen Zellen im System nicht sicher ist ob die Therapie erfolgversprechend ist weil unklar bleibt ob die interstitiellen eosinophil dekompensierten Mastzellen die sich im Gewebe verbergen die Therapie durch Ausschüttung exzessiver Mengen von Histamin, Zytokininen und Nekrosefaktoren unterminieren. Nun ausschließlich die Politiker im Rathaus für die Misere verantwortlich zu machen soll von den wahren Problemen ablenken und nur neue Intrigen schaffen insbesondere wenn das heuchlerische Gejammere von Mitgliedern des Aufsichtsrates kommt die selber an der Misswirtschaft ihren Teil der Veranwortung tragen, was haben sie denn beaufsichtigt in all den Jahren, wahrscheinliche ihre eigenen Interessen und Manipulationen. Wir wissen alle, dass die Politiker keine Weihnachtsengel sondern eher Rauschgoldengel sind, aber sie sind gewählt worden und sollten in dieser Funktion zur Aufklärung von Affären und Misswirtschaft beitragen was nicht immer einfach ist da sie nicht vor Ort arbeiten und ihr Einblick oft von den internen Gschaftlhubern und Minipolitikern mit Nebelkerzen verstellt wird. Die große Zahl der Mitarbeiter die ihren vollen Einsatz geben und mit den hochgekochten Skandalen und Machenschaften nichts zu tun haben und verunsicherte Patienten sind zu bedauern. Noch mehr zu bedauern wären sie allerdings wenn sie auf den von gewissen Krankenhausfunktionären abgesonderten hygienisch unwirksamen Weihrauch hereinfallen würden und sie dann noch mehr Überstunden machen müssen oder gar ohne Arbeitsplatz dastehen wohl auch auch mit Zustimmung des obigen Aufsichtsrates der dann ja nur auf Grund der Sachzwänge hilft das vorhandene Optimisierungspotential effektiv und wirtschaftlich auszuschöpfen. Der neuen Krankenhausleitung ist der gute Wille die Probleme in den Griff zu bekommen wohl nicht abzusprechen, sie leidet lt. Artikel ja nun nicht mehr unter Tunnelblick, bleibt nur abzuwarten ob im Keller noch mehr Nebelkerzen lagern die geeignet sind ihr den Blick womöglich auch außerhalb des Tunnels zuvernebeln.
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