Ein Girokonto – was ist denn das? Fast jeder zweite Jugendliche hat da keine Ahnung. Selbst beim Handy kennt sich nur jeder Vierte aus, welches der günstigste Vertrag ist.

BERLIN Wenn es um Geldfragen geht, tun sich bei Deutschlands Schülerinnen und Schülern große Wissenslücken auf. Das ergab eine Forsa-Umfrage unter Zehntklässlern, die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner in Auftrag gegeben hat. Aber auch bei der Ernährung ist die Jugend naiv. So glaubt laut Jugendreport Natur 2010 jeder Fünfte, dass ein Huhn sechs oder mehr Eier pro Tag legt.

Mehr Vermittlung von Verbraucherwissen an den Schule, fordert jetzt Ilse Aigner. „Finanzen können in Mathematik behandelt werden“, so die Verbraucherschutzministerin. Datenschutz in Sozialkunde und Ernährungsfragen in Biologie und Erdkunde. Zur Unterstützung der Lehrer will sie mit Hilfe der Verbraucherzentralen einen „Online-Kompass“ einrichten. Selbst in Sachen Internet hapert’s gewaltig. Jeder dritte Jugendliche glaubt, bei Online-Bestellungen auch seine private Telefonnummer angeben zu müssen. Fünf Prozent würden auch ihren Beruf und Familienstand, zwei Prozent sogar ihr Gehalt preisgeben. Und beim Schuldenmachen ist fast ein Drittel der Meinung, dass mit einem Betrag von 50 Euro ein Kredit von 2000 Euro schneller abbezahlt ist, als wenn man ihn ansparen würde.