Gedenken an Nazi-Opfer Kirchen erinnern an Häftlingstransport nach Dachau

Im KZ Dachau wurden während der Nazi-Herrschaft Tausende Polen gefangen gehalten. Foto: dpa

Um der vielen polnischen Opfer des Konzentrationslagers Dachau zu gedenken, veranstalten zwei Kirchen der Stadt einen großen ökumenischen Gottesdienst.

München - Mit einem ökumenischen Gottesdienst erinnern die beiden großen christlichen Kirchen am Sonntag an den ersten Transport von polnischen Nazi-Gegnern ins Konzentrationslager Dachau vor 75 Jahren. Das Gedenken startet in Dachau in der Todesangst-Christi-Kapelle der Katholiken und wird in der evangelischen Versöhnungskirche fortgesetzt, wie das Erzbischöfliche Ordinariat am Dienstag in München mitteilte.

Nach Angaben des Erzbistums wurden 25 Männer aus dem polnischen Gleiwice am 16. September 1939 nach Dachau verschleppt, eine Woche später folgte ein Transport mit 74 Gefangenen. Ab 1940 seien die Häftlinge in Massen eingetroffen. Insgesamt hielten die Nationalsozialisten in Dachau mehr als 40 000 Polen fest, darunter 9500 Juden und 1800 christliche Geistliche. Sie stellten nach Angaben der Kirche die größte Häftlingsgruppe im Lager und wurden besonders schlecht behandelt, mehr als 8300 Gefangene wurden von der SS ermordet.

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