Die österreichische Immofinanz ist aus dem Bieterrennen um die 32 000 Wohnungen der GBW ausgeschieden.

Wien/München – Man habe das unverbindliche Kaufangebot für die zum Kauf stehenden Anteile an der GBW AG zurückgezogen und dies dem Verkäufer, der BayernLB, mitgeteilt, teilte die Immofinanz am Mittwoch mit. „In der gegebenen Konstellation ist die Bildung eines deutsch-österreichischen börsennotierten Wohnimmobilienkonzerns in einem für uns akzeptablen Zeitrahmen nicht machbar“, sagte Immofinanz-Chef Eduard Zehetner.

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Die börsennotierte Immofinanz wollte ihre mit 2,5 Milliarden Euro bewertete Wohnungsgesellschaft Buwog und die GBW-Wohnungen zusammenführen und diese im Jahr 2014 an die Börse in Frankfurt bringen. Das gesamte Wohnungspaket sollte dann 45 000 bis 50 000 Einheiten umfassen.

Nach dem Ausscheiden der Immofinanz sind derzeit nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa neben dem kommunalen Konsortium der Städte München und Nürnberg noch das Augsburger Immobilienunternehmen Patrizia im Rennen sowie die österreichische Conwert. Sie dürfen noch bis März die Bücher der GBW prüfen. Danach müssen sie ihre endgültige Offerte abgeben. Derzeit liegen die Gebote bei mehr als 2,5 Milliarden Euro. Die BayernLB muss möglichst viel an dem Verkauf ihres Tochterunternehmens verdienen, um das Geld an den Freistaat Bayern zurückzuzahlen, der sie mit Milliardenhilfen vor der Pleite gerettet hatte.