gAZtro Wirtshaus Altes Kreuz: Karteln ist hier echt erwünscht!

, aktualisiert am 08.01.2018 - 08:52 Uhr
"Heut gibt's Freibier - so oder so": Denn im "Alten Kreuz" wird nicht nur Eröffnung, sondern auch Geburtstag gefeiert. Foto: Jasmin Menrad

Das Alte Kreuz in der Au ist eine Wirtschaft geblieben – sanft saniert und mit neuen Wirten.

Die Nachbarn sind da, Frauen vom Blumenladen und vom Friseursalon. Die Geburtstagsgäste sind da, denn Alexandra "Alex" Illingworth wird 51. Die Stammgäste von der Madame Bar aus der Altstadt sind da, dort hat Constantin "Costal" Paschotta zuletzt gearbeitet. Die Stammgäste vom Kooks sind auch da, die Bar im südlichen Glockenbachviertel betreibt Alex seit zwei Jahren zusammen mit einem Partner.

Kurz gesagt: Es ist sehr voll am Donnerstagabend bei der Eröffnung vom Alten Kreuz mit seinen 70 Plätzen. Früher diente das kleine Wirtshaus in der Unteren Au als Kreuzungs-Station für Pferdekutschen.

Keine Burger, keine Pizza - keine Happy Hour

Alex und Costal (41) haben sich mit dem Alten Kreuz ihrem Traum vom eigenen Wirtshaus erfüllt. Augustiner wusste, dass Alex auf der Suche ist und hatte sie gefragt, kennengelernt haben sich Alex und Costal vor fünfzehn Jahren in der Bank im Glockenbachviertel. Dann haben sie zusammen ein Bierzelt in der Schweiz betrieben, gemeinsam im Fraunhofer und sogar im alten Alten Kreuz gearbeitet.

Das neue Alte Kreuz haben sie ein bisserl aufgehübscht mit alten Fotografien und Ölbildern und rundum sanft saniert. Hier soll sich jeder wohlfühlen, sagen sie.

"Ich will, dass mir Kinder vor die Füße fallen und die Leute zum Kartenspielen kommen", sagt Alex, die sich später mächtig freut, als jemand nach Schafkopfkarten fragt und sie welche über die Theke reichen kann. Die Karte ist übersichtlich und ehrlich: Bayerischer Wurstsalat von der Regensbuger (7,80 Euro), oder Rotbarschfilet mit hausgemachtem Kartoffelsalat (11,80 Euro). Für Kinder gibt's Spätzle mit Bratensoße (2,50 Euro) oder kleines Schnitzel mit Pommes (4,80 Euro). Ab 18 Uhr gibt's täglich frischen Schweinsbraten aus dem Ofen (11,80 Euro).

"Bei uns gibt's keine Burger, keine Pizza und keine Happy Hour", sagt Costal, der gleich ums Eck in der Humboldstraße groß geworden ist und mit dem Viertel bestens vertraut ist.

Er ist der Ruhige im Alten Kreuz, wobei das nicht heißen soll, dass er ein leiser Typ ist. Aber neben ihm steht Alex. Sie ist eben so eine, die sich als Wiesnbedienung von ihrer Box im Hofbräuzelt in den berüchtigten Stehplatzbereich des Zeltes versetzen lässt - weil's dort lustiger ist.

Ziemlich lustig, aber deutlich gesitteter als im Hofbräuzelt geht's bei der Eröffnungsparty zu. Dass es im Alten Kreuz zukünftig gesellig und voll wird, davon ist bei diesen Wirtsleuten fest auszugehen. 


Falkenstraße 23, täglich von 17 bis 24 Uhr, Sonntag schon ab 11 Uhr.

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