gAZtro - Neueröffnung Taverna Melina Merkouri: Vorbei mit der Serviettenschmeißerei

Früher hieß das Restaurant Molos und es wurde viel gefeiert, jetzt ist’s die deutlich ruhigere Taverna Melina Merkouri. Foto: Petra Schramek

Der neue Grieche im alten Molos an der Maistraße hat zwar nicht die Besitzer, aber das Image gewechselt. Die AZ war in der Taverna Melina Merkouri zu Gast.

Die Servietten fliegen nicht mehr, sondern liegen sittsam wie Servietten es zu tun haben, neben blau-beblüteten Tellern.

Im Ex-Molos in der Maistraße hat wieder ein Grieche aufgemacht. Ein griechisches Restaurant namens Taverna Melina Merkouri, betrieben von den Brüdern Florian und Jakob Faltenbacher, die auch schon das Molos gemacht haben. Überhaupt ist das Team grob dasselbe oder es sind Mitarbeiter aus dem Milchbar-Kalypso-Cavos-Universum.

Die Anwohner müssen sich aber nicht gleich selbst entleiben, sondern sollten abwarten. Denn die Taverna Milena soll ein normales griechisches Speiselokal ohne die ausufernden Partys – die es im Molos gab – sein. Am Donnerstag war Eröffnung und mal davon abgesehen, dass die Gäste sich auch draußen stapelten, ging’s recht gesittet zu. Zwei Runden Ouzo aufs Haus innerhalb von drei Stunden sind ja nahezu nichts für ein griechisches Lokal.

Die Taverna Melina Merkouri von außen. Hier sitzt sich's im Sommer sicher auch nicht schlecht.
Die Taverna Melina Merkouri von außen. Hier sitzt sich's im Sommer sicher auch nicht schlecht. Foto: Petra Schramek

Keine Gurken mehr im Personal - dafür lecker im Tzaziki

Zwischen Sechzger-Spielern und schönen Frauen probieren wir uns durch die Karte. Der Oktopus vom Grill (12,80 Euro) als Vorspeise ist genau so, wie wir uns das auf dem Weg zum Eckgriechen überlegt haben. Beim Milena-Teller (11,90 Euro) mit Souvlaki, Bifteki, Hähnchenbrustfilet und Lammkotelett wundern wir uns, wie Lamm so gar nicht nach Lamm schmecken kann. Die einen finden’s gut, die anderen vermissen den charakteristischen Geschmack. Wir einigen uns am Tisch darauf, dass das Fleisch sehr zart ist.

Wer mehr als Tzatziki, Tomate und Zwiebel als Beilage möchte, kann hausgemachte Pommes (3,70 Euro) bestellen. Wir naschen noch zitronige, gefüllte Weinblätter und fluffige Zucchinitaler mit Joghurtdip. Einzig der pappsüße Orangenkuchen mit Zimteis (4,90 Euro) kann nicht überzeugen.

Wer das Molos kannte, kennt auch den Stil, in dem die neue Taverna Milena ist: weiß, reduziert. Drinnen haben 130 Gäste Platz, draußen wird es im Sommer schön werden, wenn noch mal so viele Menschen unter den Lichterketten mit den Glühbirnen sitzen.

Hätten sie in der Taverna Milena ordentliches Personal gefunden, hätten sie schon im Mai aufgemacht. Doch es muss eine rechte Gurkentruppe gewesen sein, darum wurde der anberaumte Eröffnungstermin immer weiter nach hinten verschoben. Apropos Gurken: Die kann man wunderbar aus dem Tzatziki herausschmecken.


Aus dem Tzatziki schmeckt man die Gurken wunderbar heraus, findet die Testerin. Foto: min


Maistraße 26, Tel: 548 807 56, ab 17 Uhr 

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