gAZtro-Neueröffnung in Müllerstraße Perlwerk: Der neue Münchner Nobebelheurige

Edel, edel sieht es fast schon aus in den Räumen des "Perlwerk". Foto: Lea Kramer

Bis Januar gibt’s in der Müllerstraße Schaumwein aus Österreich – dazu Torte aus dem Café Sacher.

Isarvorstadt - Wenn einer die alte Registratur als Referenz für einen neuen Laden nennt, merkt die Anfang-Dreißgerin mal wieder, wie lange sie enthaltsam war. Vom Münchner Nachtleben, und dem Gehackel drum herum. Die "Regi", die ist im Hinterhof in der Blumenstraße, neben der Funky Kitchen. Nicht im Glockenbachviertel also – sondern am fransigen Teil der Feierbanane, die man "damals" noch gar nicht so nannte.

Da aber ist die Registratur schon lange weg. Und auch an der Müllerstraße ist sie Geschichte (AZ berichtet). Da die Regi-Zeit hier und dort geradeso vorbei ist, ist’s eh blunzn – wie der Österreicher sagt. Und um den geht es heuer im "Perlwerk" an der Müllerstraße 42.

Das heißt, genau genommen dreht sich alles weniger um die Eigenarten von Bayerns kleinem Bruder, sondern mehr um dessen "Hurenkracherl" – den Sekt.

Mit Österreichs ältester Sektkellerei "Schlumberger" im Lager werden in der dortigen Zwischennutzungsbar (im April läuft der Registratur-Mietvertrag aus) schon heute, aber nach der Eröffnung am Freitag dann auch hochoffiziell, Cocktails aufgespritzt (ab 10,50 Euro). Die Winzersekte, hergestellt nach der Champagnermethode im Flaschengärverfahren, kommen im Perlwerk selbstverständlich auch ungemixt ins Glas (Tasting-Tabletts mit drei Sorten ab 8,50 Euro). Oder gleich in die Kühltasche, denn aus dem beleuchteten Wabenschrein im hinteren Teil der Bar, darf sich der Gast gern ein prickelndes Andenken mitnehmen. (Flaschen zwischen 13,95 und 24,95 Euro)

Meinl-Melange und original Sachertorte aus Wien

Auch wenn das Schäumen im Zentrum steht, sogar Boden und Theke in der sonst recht schwarzen Box sind den Bläschen nachempfunden, beginnt der österreichische Sekttag vormittags – keineswegs verstaubt. "Wir wollen hier kein k. und k. (Anm. d. Red. kaiserlich und königlich) machen", sagt Chef Christoph Kiening, der in der Maximilianstraße auch den Edelburgerladen "Cosmogrill" betreibt. Mit Meinl-Melange und original Sachertorte aus Wien oder Kaiserschmarrn-Crème-Brûlée können die Perlen in den Tag starten, Mittags gibt’s momentan noch Gulasch oder Käsekrainer. "Ab Mitte Oktober startet die Lunch-Küche mit wechselnden Gerichten", so Kiening.

Für Sonntags ist ein "Eggs-Benedict-Brunch" geplant – pochierte Eier in verschiedenen Variationen. Dazu? Reichlich Schaumwein. Damit kann sich auch der Anfang-Dreißger fühlen, als wäre er noch ein echter Nachtschwärmer.

Hier war zuletzt die Registratur-Bar, früher die "Bank". Foto: Lea Kramer


Müllerstraße 42, Mo bis Sonntag von 10 bis 1 Uhr.

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