Gaztro Der Familienitaliener im Bamberger Haus

Wie damals in Rimini: Der Gastraum des Ciao Francesco. Foto: Daniel von Loeper

Ein italienisches Restaurant wir damals in den Achtzigern: gemütlich und günstig.

Schwabing - Will man von München nach Italien, muss man fast zwangsläufig durch Österreich. So ist es auch im Bamberger Haus, das seit dem 14. Mai gleich aus zwei neuen Restaurants besteht: „Zum Ferdinand“ ist ein österreichisches Lokal und das „Ciao Francesco“ ein gemütlicher Italiener.

Das „Ciao Francesco“ teilt sich mit dem „Zum Ferdinand“ den großen Garten des Lokals – wie Österreich und Italien die Tiroler Berge. Beide Restaurants haben zwar die selben Betreiber, die Konzepte könnten aber unterschiedlicher kaum sein. Das „Ciao Francesco“ ist ein uriger Familienitaliener mit Pizza, Pasta und Co, während das „Zum Ferdinand“ ein bisschen gehobener ist.

„Wir wollen hier den Flair von Rimini der 80er Jahre vermitteln“, erklärt Betreiber Tom Breiter die Einrichtung des Restaurants. Auf den Tischen stehen in Korbgeflecht eingefasste Chianti-Flaschen auf rot karierten Tischdecken. So sahen früher alle italienischen Restaurants aus. „Auf Fischernetze mit Plastikfischen haben wir allerdings verzichtet“, sagt Breiter und lacht. Eine gute Idee – zu viel Klischee muss schließlich auch nicht sein. Aus der offenen Küche kommen Pizza und Pasta zu äußert fairen Preisen. Die Pizza Margherita kostet 6,90 Euro und Pasta-Gerichte liegen zwischen 4,50 Euro und 12,50 Euro. Der Wein startet bei 3,60 Euro und das Helle (Augustiner 0,5 l) gibt es für 3,50 Euro.

Kinder unter 4 Jahren essen im „Ciao Francesco“ kostenlos und Kinder unter 12 zahlen nur den halben Preis. Das familienfreundliche Konzept kommt an, nur manchmal wird die Gutmütigkeit der Betreiber ein wenig auf die Probe gestellt. „Es ist schon vorgekommen, dass Eltern für sich eine Margherita bestellt haben und für ihr Kind die teuerste Pizza auf der Karte“, sagt Breiter. „Am Tisch werden dann die Teller getauscht.“

Solche Schummeleien erinnern ein wenig an die Tricks eines Hütchenspielers. Die gab es auch damals in den 80er Jahren in Rimini schon.

Brunnerstr. 2, Tel.: 322 12 82 20, Dienstag bis Sonntag von 10.30 bis 1 Uhr geöffnet

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