Gärtnerplatztheater Den Zuschauer einbinden

RBR, 18.07.2012 17:00 Uhr

Ulrich Peters verlässt mit Rekordzahlen das Staatstheater am Gärtnerplatz

Er verabschiedet sich mit einem Rekord: In der letzten Spielzeit des scheidenden Intendanten Ulrich Peters erreichte das Gärtnerplatztheater die höchste Auslastung seit 20 Jahren. Durchschnittlich 82 Prozent aller Plätze waren jeden Abend besetzt.

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Das Theater verkaufte gut 149000 Karten für 252 Vorstellungen und Programme in München. Einen ähnlich hohen Besucherzuspruch gab es demnach zuletzt in der Saison 1992/93. „Theaterkunst auf höchstem Niveau, die zu jedem Zeitpunkt das Publikum einbindet und mitnimmt, das war uns fünf Jahre lang Gebot. Es ist erfüllend zu sehen, dass diese gemeinschaftliche Anstrengung in jedem Jahr unserer Zusammenarbeit mehr Erfolg zeigte”, erklärte Peters.

Der Theatermacher, dessen Vertrag nach internen Querelen von Kunstminister Wolfgang Heubisch nicht verlängert worden war, wechselt als Generalintendant nach Münster. Sein Nachfolger ist Josef Köpplinger. Das Gärtnerplatztheater kann wegen einer 70 Millionen Euro teuren Sanierung lange nicht in seinem Stammhaus spielen.

Wofür das Gärtnerplatztheater das ganze Jahr braucht, das schafft die Staatsoper an einem sehr speziellen Wochenende: 166500 Klassikfans genossen am letzten Wochenende „Oper für alle”. Sie waren allerdings nicht alle auf dem Marstall- und Max-Joseph-Platz. Die Staatsoper rechnet bei dieser rekordverdächtigen Zahl auch 160000 Zuschauer aus 57 Ländern mit, die im trockenen Internet die verregnete „Götterdämmerung” verfolgt haben.

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Kommentare (1)
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JUL
18
alex, 18:32 Uhr

Richtig schade !

Das Gärtnerplatztheater kenne und schätze ich seit meiner gymnasialen Mittelstufe in den späten sechziger Jahren ! Das änderte sich auch nicht bis heute ! Großartig ist, dass die Bayerische Staatsregierung Geld in die Hand nimmt, um dieses herrliche Theater als Haus zu bewahren ! Natürlich muss der neue Intendant schin aus Gründen der Fairneß seine Chance erhalten ! Dennoch halte ich den Zeitpunkt des Intendantenwechsels für ungünstig, zudem zeigt unser Kunstminister wenig Respekt und Dankbarkeit für die Leistung von Herrn Peters ! Ein Intendant mit Kenntnis des Hauses hätte das Haus ohne Heimat wohl sicher geleitet ! Last, but not least : Es ist schade um das großartige Ensemble !