Führung durchs Theatermuseum Entfesselte Liebeslyrik bei der Münchner Schatzsuche

Carola Neher und Klabund auf dem Motorrad in Wien: Carola Neher heiratete 1925 denDichter Klabund (eigtl. Alfred Henschke). (Zeitungsausschnitt von 1927) Foto: Theatermuseum/ho

Eine junge Ehe, die ein jähes Ende durch den Tod eines Partners nimmt, ist der Anlass für eine literarische Führung durch die aktuelle Ausstellung im Theatermuseum.

Altstadt - Am 9. Februar heißt die Theaterhistorikerin und Leiterin der Münchner Schatzsuche, Anette Spieldiener, willkommen zu einer literarisch gestalteten Führungen durch die Carola Neher-Ausstellung im Deutschen Theatermuseum.

Zu Gast ist  dort dann der Germanist Michael Weiser, der Gedichte und Texte rezitiert, die der Lyriker Klabund (1890-1928) seiner Frau Carola Neher (1900-1942) in Leidenschaft und Sehnsucht widmete. 1925 heirateten Alfred Henschke, so der bürgerliche Name Klabunds, und Carola Neher in einem Sanatorium in Breslau, in welches es beide krankheitsbedingt verschlagen hatte.

Die gemeinsame Zeit des jungen Ehepaares war einerseits geprägt vom künstlerischen Erfolg der Schauspielerin Carola Neher, andererseits begleitete das Paar stetes Hoffen und Bangen um Klabunds Gesundheitszustand. Der war Autor seit seinem 16. Lebensjahr an Tuberkulose erkrankt. Die emotionalen Gedichte an seine Frau, die Klabund 1926 in einem Lesebuch auch für die Öffentlichkeit publizierte und vermarktete, geben von der in München begonnenen Liebesbeziehung beredt Zeugnis. Nach nur dreieinhalb Jahren endete das Eheglück der beiden Künstler am 14. August 1928 abrupt durch den Tod Klabunds in einem Davoser Sanatorium.

Was? Literarische Führung durch die Carola Neher-Ausstellung

Wann? Sonntag, 9. Februar, 13.30 Uhr

Wo? Foyer des Deutschen Theatermuseums, Galeriestr. 4a.

Kosten: 7 Euro (Eintrittsticket in Höhe von 4 Euro für das Theatermuseum nicht inbegriffen).

Anmeldung unter Telefon: 089-37917139 oder auf@muenchner-schatzsuche.de.

 

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