Fraunhoferstraße Neubau: Ohne Wirtsgarten und Bäume
jot, 04.07.2012 16:21 Uhr
Die Ecke Fraunhofer- und Erhardtstraße wird komplett neu bebaut. Die Bäume verschwinden
München Die Lage könnte kaum attraktiver sein: Die Isar vor der Tür, das Gärtnerplatztheater um die Ecke. Hier wird jetzt eine der letzten Nachkriegsbaulücken geschlossen – der im Hof gelegene Wirtsgarten mit den hohen Bäumen wird dabei allerdings zerstört.
Bis 2014 entsteht hier – an der Ecke Fraunhofer-/Erhardtstraße – ein Wohn- und Geschäftshaus mit 23 Wohnungen sowie zwei Läden. Bereits im Herbst soll mit dem Verkauf der Wohnungen begonnen werden.
Das zehnköpfige Preisgericht – unter ihnen Stadtbaurätin Elisabeth Merk – entschied sich für einen Vorschlag des Münchner Architekturbüros Allmann, Sattler, Wappner Architekten.
Gebaut wird demnach ein Haus mit turmartigem Aufbau und einer Fassade aus Metall, Beton und Putz. Die Fenster werden nach oben und zur Isar hin größer.
„Die Idee setzte sich durch, weil sie unter anderem den Eingang in die Kernstadt angemessen markiert“, sagt Emmanuel Thomas, Geschäftsführer der Concept Bau GmbH.

Elisabeth Merk
Unglaublich! Gerade im Artikel 'Glockenbachviertel: Schwule ziehen weg' gelesen, wie Elisabeth Merk sich völlig entsetzt über die Kommerzialisierung und hohen Mietpreise in dem Viertel gibt. Auf der anderen fördert Sie fleißig den Bau von weiteren hochpreis Glass und Beton Bunkern. Die Ubahnhöfe oder Münchner Freiheit Überdachung beinhalten wenigstens noch den Ansatz einer Idee. Aber einen 0815 Beton Bau, der 'den Eingang in die Kernstadt angemessen markiert' zu bezeichnen, ist nun wirklich höchster Zynismus.
Neubau: Ohne Wirtsgarten und Bäume
Und wieder fallen die schönsten Bäume, dies alles nach grausamer Renaturieung der Isar und Fällung von dortugen großen Kastanien. Warum muß überall Beton und Glas hin, dies auch noch unter der Fahne von 'ökologisch'. Können die Bäume dieses Gartens nicht an die Isar in das riesige Loch an der Erhardtstrasse verpflanzt werden. Hier wurden mickrige kleine Bäumchen hingestellt. Ein Wahnsinn.
Widerlich ...
Was anderes fällt mir dazu nicht ein. Jeder krüppelige Baum sieht um Lichtjahre besser aus als dieser verputzte Alptraum in Beton.