Forscher geben eindeutige Antwort Gibt es wirklich Chemtrails? - Völliger Mumpitz!

Sprühen Regierungen Gase in den Himmel, um die Menschen zu lenken und zu dominieren? Dies glauben die Chemtrail-Anhänger. Foto: dpa

Gibt es Chemtrails wirklich? Werden wir tatsächlich mit Stoffen, die von Flugzeugen im Himmel ausgestoßen werden, gelenkt? Forscher haben sich dem Phänomen nun wissenschaftlich genähert. Und kommen zu einem klaren Ergebnis.

Berlin - Was stoßen Flugzeuge wirklich aus? Nur Wasserstoffe oder kommen aus den Triebwerken vielleicht doch auch noch andere Stoffe, die dann absinken und uns auf der Erde den Verstand vernebeln? Sogenannten Chemtrails sorgen seit Jahren für hitzige Debatten und Theorien.

Die einnen glauben unumstößlich, dass sich die Regierungen ihre Untertanen mit Hilfe der Chemtrails untergeben machen, auch das Wetter könne so beeinflusst werden und die allgemeine Berichterstattung ebenfalls. Andere tun das als Spinnerei ab.

Experten untersuchen das Phänomen

Nun haben sich auch Forscher dem Thema angenommen. Christine Shearer von der University of California in Irvine legte 77 Atmosphären-Forschern Daten vor, die Anhänger der Theorie als Beleg heranziehen. Darunter waren zum Beispiel Fotos von Kondensstreifen, die ungewöhnliche Formen oder Farben hatten.

28 Forscher beschäftigten sich zudem mit der chemischen Zusammensetzung. Als Beleg für die Chemtrail-Theorie gilt ihren Anhänger nämlich unter anderem, dass sich Kondensstreifen mitunter lange am Himmel halten. Diese müssten aber eigentlich viel schneller verschwinden, wenn sie wirklich nur Flugzeugabgase beinhalten würden.

Die Forscher kommen zu einem klaren Ergebnis

Zudem argumentieren Chemtrail-Gläubige, dass erhöhte Mengen Strontium, Barium und Aluminium etwa in Schnee- und Wasserproben darauf hindeuteten, dass die Bevölkerung systematisch vergiftet werde oder unter Kontrolle gehalten wird.

Doch die Forscher kommen in der Studie zu einem eindeutigen Ergebnis: Hinweise für systematische Vergiftungen finden sich nicht. Die Erklärungen sind meistens natürlicher Natur: Dickere Kondensstreifen wiesen einfach einen höheren Wassergehalt auf, als die dünneren. Zudem sind auch die Luftschichten unterschiedlich wasserhaltig, weswegen unterschiedlich dicke Streifen entstehen. Auch sähe man oftmals Kondensstreifen von unterschiedlichen Flugzeugen, deren Motoren wiederum unterschiedlich effiziente Motoren hätten.

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Auch die befragten Atmosphärenchemiker kannten nach eigenen Angaben kaum Hinweise, die für die Chemtrails sprechen. Lediglich ein Forscher berichtete, einmal in einer abgelegenen Gegend in der Atmosphäre auf ungewöhnlich hohe Bariumwerte gestoßen zu sein. Ein Beleg dafür, dass die Werte durch Chemtrails kamen, ist das aber freilich nicht.

Forscher zweifeln an der Vorgehensweise der Chemtrail-Theoretiker

Die Forscher zweifeln auch grundlegend an der Vorgehensweise der Chemtrail-Theoretiker. Ein Experte entlarvte die Einordnung eines Fundes in der Wüste von Arizona der Verschwörungstheoretiker mit zwei Sätzen: "Die Werte gleichen denen von ganz normalem Boden- oder Wüstenstaub. Die angegebenen Grenzwerte sind nicht relevant und scheinen von Trinkwassergrenzwerten abgeleitet zu sein". Tatsächlich waren in der Analyse Trinkwassergrenzwerte als Referenz angegeben. Sie gehören zu den strengsten, die es überhaupt gibt, da Trinkwasser so gut wie keine Fremdstoffe enthalten darf.

Somit scheint also zumindest diese Studie zu dem Schluss zu kommen, dass es Chemtrails und die damit verbundenen Nebenerscheinungen nicht gibt. Aber wie heißt es in der Wissenschaft so schön: Eine Hypothese ist immer nur so lange gültig, bis einer das Gegenteil bewiesen hat.

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