Finale gegen Chile Confed-Cup-Spiel erfolgreichste Sportsendung 2017

Shkodran Mustafi küsst den Pokal. Deutschland gewinnt erstmals den Confed Cup. Foto: Martin Meissner/AP/dpa

Als Bundestrainer Joachim Löw seinen Kader für die WM-Generalprobe bekannt gab, war die Überraschung groß. Am Ende triumphierten Sandro Wagner und Co. beim Confed Cup und wurden zum TV-Hit.

Hannover - Das Finale des Confed Cups ist die erfolgreichste Sport-Sendung des Jahres. 14,86 Millionen Fernsehzuschauer sahen am 2. Juli den Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Chile im ZDF und sorgten für einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent.

Auch die Nummer zwei der Sport-Hitliste ist ein Confed-Cup-Spiel: 11,38 Millionen bei der Partie gegen Mexiko. Ähnliche hohen TVC-Zahlen gibt es außerhalb des Sports nur beim Tatort in der ARD. Mit den Quoten von EM oder WM konnte der Confed Cup allerdings nicht mithalten.

Zum Vergleich: Die deutsche Halbfinal-Niederlage gegen Frankreich bei der EM 2016 hatte mehr als doppelt so viele Zuschauer: 29,85 Millionen. Insgesamt waren 14 EM-Spiele im Vorjahr erfolgreicher als das Confed-Cup-Finale. Fußball ist die mit Abstand beliebteste Sportart.

Von den 50 erfolgreichsten Sport-Sendungen 2017 sind nur vier aus anderen Disziplinen. Der Sieg des britischen Boxers Anthony Joshua am 29. April gegen Wladimir Klitschko sorgte für die quotenstärkste Nicht-Fußball-Übertragung: 9,52 Millionen schauten beim letzten Klitschko-Kampf zu. Zudem kamen drei Biathlon-Übertragungen unter die Top 50.

Turniersieg des Jahres: Confed-Cup-Team

Russlands Confed-Cup-Organisator Alexej Sorokin übte heftige Kritik, die deutschen Fans rieben sich verwundert die Augen. Als Bundestrainer Joachim Löw seinen Kader für die WM-Generalprobe bekannt gab, waren die Enttäuschung beim Veranstalter und die Überraschung bei den Anhängern groß.

Löw gönnte zahlreichen Stars eine Pause, berief Sandro Wagner, Amin Younes, Diego Demme, Kevin Trapp, Kerem Demirbay, Marvin Plattenhardt und Lars Stindl, sieben Spieler, die zum Zeitpunkt der Nominierung noch kein Länderspiel absolviert hatten.

Doch der Bundestrainer wurde für seinen Mut belohnt. Mit großer Lust und Unbekümmertheit stürmte die junge DFB-Auswahl durch das Turnier. Die Krönung erfolgte durch ein 1:0 im Finale in St. Petersburg gegen Chile. Stindl erzielte den Treffer. Der Confed Cup sei "die freudige Überraschung des Länderspieljahres" gewesen, sagte Teammanager Oliver Bierhoff.

Löw hat dadurch den Konkurrenzkampf noch einmal verschärft. Für die WM drängen sich zahlreiche Spieler auf, es dürfte die schwierigste Nominierung der deutschen WM-Geschichte werden.

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