Festnahmen nach Putschversuch Weiterer deutscher Häftling in der Türkei freigelassen

Justizpalast in Istanbul. Die Türkei hat einen weiteren aus politischen Gründen inhaftierten Deutschen freigelassen. Foto: Lefteris Pitarakis/AP/Symbol Foto: dpa

In der Türkei ist ein weiterer aus politischen Gründen inhaftierter deutscher Staatsbürger freigelassen worden. Das Auswärtige Amt bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass die Zahl der politischen Häftlinge mit deutschen Pässen in dem Land damit auf sechs gesunken sei.

Berlin - Der prominenteste Gefangene ist der Welt-Journalist Deniz Yücel, dessen Festnahme am kommenden Mittwoch genau ein Jahr zurückliegt.

Details zur jüngsten Freilassung gab das Auswärtige Amt nicht bekannt, die Behörde berief sich auf Datenschutzgründe. Nach dpa-Informationen wurde der Mann am Dienstag aus der Haft entlassen, darf aber nicht ausreisen, weil der Prozess gegen ihn weiterläuft.

47 Deutsche sitzen in türkischen Gefängnissen

Seit dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 sind mindestens 28 Deutsche verhaftet worden - mindestens 22 sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Davon namentlich bekannt sind nur wenige wie der Menschenrechtler Peter Steudtner und die Übersetzerin Mesale Tolu. Die Freilassungen dieser beiden haben zu einer leichten Entspannung des deutsch-türkischen Verhältnisses geführt.

Insgesamt befinden sich derzeit 47 deutsche Staatsangehörige in türkischer Haft. In den Fällen, in denen politische Vorwürfe keine Rolle spielen, geht es um Drogenvergehen, Diebstahl, Körperverletzung und Tötung.

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