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FC Bayern Toni Kroos: „Wir waren nicht zwingend genug“

SID, vom 05.02.2012 10:32 Uhr
Toni Kroos beim Spiel gegen den HSV Foto: dpa
Toni Kroos beim Spiel gegen den HSV Foto: dpa

"Im Strafraum schaffen wir es nicht, die hundertprozentigen Chancen zu kreieren": Bayern-Star Toni Kroos nach dem 1:1 gegen den HSV im Interview.

HAMBURG -Toni Kroos im SID-Interview nach dem Spiel in der Mixed Zone:

Toni Kroos, ist das Unentschieden gegen den HSV für Sie eine gefühlte Niederlage?"

TONI KROOS: „Es ist auf jeden Fall zu wenig für uns, das ist klar.“
   
Was hat gefehlt, um den HSV zu schlagen?"

„Die spielerische Überlegenheit, wir hätten uns mehr
Chancen rausspielen müssen. Und natürlich ein Tor. Wir haben
ordentlich Fußball gespielt, aber ganz vorne waren wir nicht
zwingend genug.“

Haben Sie Angst, dass Dortmund jetzt davonzieht?"

Nein, wir müssen einfach schauen, dass wir unsere Spiele
gewinnen und unser Spiel verbessern. Wir haben es ja nicht in der
Hand, wie Dortmund spielt. Fakt ist, dass wir hinter dem BVB sind.
Und das wollen wir so schnell wie möglich wieder ändern.“

Was hat Dortmund, was die Bayern im Moment nicht haben?"

Zwei Punkte mehr.

Und spielerisch?`

Ich habe das Spiel gegen Nürnberg gesehen und weiß
nicht, ob das so viel besser war als unser Spiel.`

"Trotzdem wirkt die Mannschaft noch nicht richtig
gefestigt...`

"Ich bin der Meinung, dass wir schon einen Tick besser
gespielt haben als gegen Wolfsburg. Wir hatten mehr Tempo in unserem
Spiel, haben relativ schnell nach vorne gespielt. Nur ganz vorne, am
Strafraum, schaffen wir es nicht, die hundertprozentigen Chancen zu
kreieren oder uns im Eins-gegen-Eins durchzusetzen. Daran fehlt es
noch.`

"Warum hat ihnen der HSV so viele Probleme gemacht?`

"Sie haben sich einen guten Plan zurechtgelegt, viele
lange Bälle gespielt. Petric und Guerrero haben mit dem Rücken zum
Tor sehr, sehr gut gespielt. Große und viele Chancen hatten sie ja
nicht, aber wenn, hatten sie richtige. Und dann haben sie das 1:1
auch verdient.`

"Sie haben heute defensiver gespielt als sonst. Wäre die
Partie anders verlaufen, wenn Sie auf der 10 gespielt hätten?`

"Wir haben so gespielt, wie wir gespielt haben. Das hat
nicht ganz so geklappt. Aber wie wir spielen, das entscheidet immer
noch der Trainer.`

Kommentare (3)
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FEB
05
12:48 Uhr, geschrieben von FCB
Es liegt am Personal nicht am Trainer
Bei aller Qualität sind Robben und Ribéry sehr limitiert, insbesondere was ihre Laufwege angeht. Beide sind sehr schnell und im eins gegen eins stark, aber unwillig oder konditionell unfähig weite Wege zu gehen. Darauf haben sich die Gegner eingestellt. Man steht tief und wenn Robben oder Ribéry nach innen ziehen und einen Abwehrspieler ausgespielt haben, steht ein zweiter bereit und schon ist der Ball futsch. Die Außenlinie, wo immer Raum ist, bis zur Grundlinie ablaufen und dann nach innen flanken können oder wollen sie nicht. Dann ist Gomez im Zentrum allein und wird gut abgeschirmt. Bleiben Fernschüsse von Schweinsteiger und Kroos, aber, dass die reingehen, ist eher Glücksache. Die Superstars bleiben grundsätzlich stehen, wenn sie den Ball verlieren, was in letzter Zeit häufig passiert. Sie stören den Gegner nicht im Aufbauspiel, um Ballverluste zu erzwingen und einen schnellen Gegenstoß zu führen. Die notwendigen weite Wege wollen oder können sie konditionell nicht gehen. Dortmund und Gladbach sind da mit wesentlich preiswerterem Personal deutlich effektiver. Das Spielsystem muss verbessert werden. Robben und Ribéry haben alle Voraussetzungen dafür, aber sie müssen auch die notwendigen Wege gehen, sonst wird der FC Bayern auch in Zukunft gegen Mannschaften wie Dortmund, Gladbach und Hannover den Kürzeren ziehen und nicht Meister werden.
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FEB
05
11:30 Uhr, geschrieben von fän
schema f
das problem ist, das heynckes sogenannter "plan" mittlerweile von den gegnern durchschaut und mit einfachsten mitteln zu stoppen ist. nur stupide auf die außen ribery oder robben zu spielen und diesen dann dabei zusehen, wie sie von zwei oder sogar drei gegenspielern umringt werden und sich dann festdribbeln, ist halt einfach zu wenig. es gab gestern eine szene, die belegt hat, daß es auch anders geht, als tymostchuk einmal robben an der außenlinie überlaufen hat, als dieser gerade wieder von drei gegenspielern bedrängt wurde und gleich mutterseelenallein dastand und unordnung in die hsv-abwehr gebracht hat. aber das erfordert natürlich einen entsprechenden läuferischen aufwand.
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FEB
05
11:05 Uhr, geschrieben von Rory McRed
Langsam an der Zeit...
Die nach jedem Spieltag gezeigte Einsicht der Mannschaft des FCB ist ja sehr löblich. Nur wäre es langsam an der Zeit diese Einsichten auch mal in die Tat umzusetzen und nicht nur darüber zu reden. Es hilft nicht, ständig zu wiederholen, dass "man ja die bessere Mannschaft als der BVB sei". Das muss man auch zeigen ! Und zwar nicht nur ab und zu, sondern beständig. Und am Besten fängt die Mannschaft des FCB bereits beim Pokalspiel in Stuttgart damit an...! "Auf die Roten!"
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