Vor dem Liga-Hit gegen Dortmund: Bayerns Superstar Franck Ribéry hat weiter Schmerzen. Warum er dennoch glücklich ist.

München - Franck Ribéry war die Unzufriedenheit auch am Tag danach noch anzumerken. „Wir hätten besser spielen müssen, das Tempo war zu langsam, es war nicht gut”, klagte der Franzose über das mühsame 2:0 gegen Freiburg und meinte mit Blick auf Samstag: „Wir müssen mehr machen! Wenn wir so spielen wie gegen Freiburg, werden wir gegen Dortmund viele Probleme bekommen.”

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Ein weiterer Mahner also, neben Sportvorstand Matthias Sammer und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, der in seinem Vorwort zum „Bayern-Magazin” konstatierte: „Gelobt wird frühestens im Mai.” Angesichts der derzeitigen Nörgelkulisse bei den Bayern könnte man fast meinen, der Branchenprimus stecke mitten in einem Pulk an Verfolgern und stehe nicht einsam an der Tabellenspitze, wäre nicht frühester Herbstmeister aller Zeiten. „Wichtiger ist es, am Ende des Jahres Meister zu sein und die Schale zu haben”, sagte Ribéry nun vor dem Duell eins gegen drei.

Elf Punkte trennen den Rekordmeister vom aktuellen Doppelmeister, 14 könnten’s am Samstagabend sein, oder eben nur acht. „Wir müssen diesmal locker und ohne Druck spielen”, sagte Ribéry.
Nicht so einfach, nach fünf Niederlagen in Liga und Pokal gegen den BVB in Folge. Und für Ribéry nicht so leicht, da ihm immer noch die Rippen schmerzen – eine Prellung, die der Franzose vor zwei Wochen vom Länderspiel gegen Italien mitbrachte und einen kleinen Leistungsdurchhänger zur Folge hatte. Es sei zwar schon besser geworden, „aber ein kleiner Schmerz ist noch da”.

Der wird wohl auch noch bis in den Winter, bis zum Trainingslager in Katar, anhalten. Einige Kritiker haben in Ribéry dennoch schon den Spieler der Hinrunde ausgemacht. „Ob ich das bin, weiß ich nicht”, antwortete er darauf schüchtern. „Aber mein Kopf ist frei, wenn ich so glücklich bin und alle Freiheiten habe. Ich kann auf dem Platz mit dem Ball machen, was ich will.” Ansonsten fühle er sich fit, bereit für das Duell mit dem BVB, mit dessen herausragenden Zauberern Marco Reus und Mario Götze. Letzterer lobte Ribéry dieser Tage über den gemeinsamen Sponsor „Nike”: „Gerade was er bisher in der Vorrunde gezeigt hat, ist sehr wichtig für den FC Bayern.” Ribéry gab das Lob nun zurück: „Götze ist ein guter Spieler, ein guter Junge. Er hat in der Champions League sehr gut gespielt, obwohl er lange nicht bei hundert Prozent war.”

Ob Götze auch einer für die Bayern wäre, sollte der 29-Jährige dann noch beantworten, der wäre laut „Sport Bild” für einen Festpreis von 37 Millionen Euro zu haben. „Da müsst ihr oben fragen”, antwortete Ribéry und grinste, „bei Uli Hoeneß.”

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