Rückschlag für Breno: Im Falle des zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilten früheren Fußball-Profis des FC Bayern hat der Bundesgerichtshof das Urteil bestätigt und eine Revision verworfen.

Karlsruhe - Das Bundesgerichtshof hat das Urteil gegen den Ex-Bayern-Profi Breno bestätigt und eine Revision verworfen. Dies bestätigte Brenos Anwalt Steffen Ufer gegenüber "stern.de".

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Der brasilianische Abwehrspieler hatte im Jahr 2011 das von ihm im Münchner Nobelvorort Grünwald angemietete Haus angezündet. Das Landgericht München verurteilte ihn daraufhin im vergangenen Jahr zu einer Gefängnisstrafe wegen schwerer Brandstiftung.

Laut Meinung des Gerichts hätten zwar Alkohol und Medikamente, die Breno vor der Tat genommen hatte, wesentlich zu der Tat beigetragen. Eine Schuldunfähigkeit wurde aber nicht festgestellt. In der Revision brachte Brenos Verteidung ein, dass das Landgericht sich zu wenig mit der Frage der Unzurechnungsfähigkeit beschäftigt habe.

Breno habe in der Nacht nicht nur sehr viel Alkohol getrunken, sondern auch Tabletten genommen, die Bewusstseinsstörungen hervorgerufen könnten, sagte Anwalt Ufer, bei der Revision müssten aber formelle Rechtsfehler nachgewiesen werden, dies habe der BGH aber nicht gesehen.

In Brasilien hatte Breno im Dezember in der Zwischenzeit sein Ausbildungsverein FC Santos bis 2015 unter Vertrag genommen. Man wolle Breno damit Solidarität ausdrücken, schrieb der Verein und sicherte dem Spieler und dessen Familie die vollste Unterstützung zu. Der Drei-Jahres-Vertrag gäbe Breno "Sicherheit, Stabilität und vor allem eine Perspektive", so das Vereins-Statement.

Breno hatte bereits von 2000 bis 2007 für den FC Sao Paulo gespielt, ehe er für zwölf Millionen Euro zum FC Bayern gewechselt war.

 

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