Die seit Wochen andauernden Gerüchte um einen Wechsel von BVB-Stürmer Lewandowski zum FC Bayern sind um eine Variante reicher. Von einem spektakulären Tauschgeschäft will Leverkusen-Geschäftsführer Holzhäuser wissen.

Dortmund, München - Die Spekulationen um spektakuläre Stürmer-Transfers in der Fußball-Bundesliga nehmen immer weiter zu. Meister Borussia Dortmund soll an Torjäger Stefan Kießling von Bayer Leverkusen interessiert sein, falls der polnische Nationalstürmer Robert Lewandowski im Sommer zu Rekordchampion Bayern München wechseln sollte. Und Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser brachte derweil am Montag in Düsseldorf am Rande des Sportwissenschaft-Kongresses SpoBIS eine weitere Variante ins Spiel. „Meine Quelle sagt mir, dass man mehr daran denkt, Gomez mit Lewandowski zu tauschen“, sagte Holzhäuser.

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BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke reagierte sichtlich genervt auf Holzhäusers Aussage. „Schön, wenn er so gute Quellen hat. Der ganze Quatsch bringt uns aber nicht weiter. Wir werden keine Namen kommentieren“, sagte Watzke.

Kießling-Berater Ali Bulut hatte Spekulationen um einen Wechsel seines Schützlings zuvor neue Nahrung gegeben. „Vom Interesse aus Dortmund an Stefan habe ich auch gehört“, hatte Bulut in verschiedenen Medien gesagt. Ex-Nationalspieler Thomas Helmer hatte bereits am Sonntag erklärt, dass er aus sicherer Quelle vom Dortmunder Interesse am 29-jährigen Kießling erfahren habe. Kießling war in dieser Saison schon 15-mal für den Werksklub in der Bundesliga erfolgreich, allerdings hat sein Vertrag bei den Rheinländern noch eine Laufzeit bis 2015.

Lewandowski ist bis 2014 an die Borussia gebunden, doch sein Abschied im Sommer gilt als wahrscheinlich. Als möglicher Nachfolger des Polen wurde zuletzt auch immer wieder Mame Diouf von Hannover 96 gehandelt. „Im Fußball kann man gar nichts ausschließen. Bei mir hat sich aber keiner gemeldet“, sagte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke am Montag in Düsseldorf. Der 25-jährige Diouf besitzt bei den Niedersachsen noch einen Vertrag bis Juni 2014. „Wenn er geht, was noch nicht feststeht, denke ich, wir sind auch da dann vorbereitet“, hatte BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem 3:0-Sieg seiner Mannschaft am Samstag gegen Eintracht Frankfurt über einen möglichen Lewandowski-Wechsel noch erklärt: „Aber der Typ Lewandowski ist einigermaßen schwer zu finden, sonst wären nicht so viele Vereine dramatisch an ihm interessiert.“

Watzke hatte den FC Bayern zur Offenheit aufgefordert. 'Szenario eins: Bayern München hat kein Interesse an Robert – dann ist das alles Gequatsche. Szenario zwei: Sie haben Interesse. Dann müssen sie irgendwann ihr Visier lüften, müssen zu uns kommen und eine Anfrage stellen. Und wenn sie das tun, dann kriegen sie eine Antwort. Vielleicht überrascht sie die dann auch", sagte Watzke bei Sky. Die Münchner hielten sich bisher bedeckt. „Mit den Gerüchten um Robert Lewandowski gehe ich total entspannt und souverän um. Der FC Bayern plant nicht, Verhandlungen mit Borussia Dortmund über einen Transfer von Lewandowski zu führen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge der Bild-Zeitung.

 

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